Das Meerbecker Sommerfest war "Einfach Wondervoll".

Moers : Programm-Feuerwerk in Meerbeck

Schlager-Doubles, eine Hypnose-Show und Raketenzauber beeindruckte viele hundert Gäste beim 2. Sommerfest.

Das Motto „Einfach Wondervoll“ passte zum zweiten Meerbecker Sommerfest. Neben Würstchen vom Grill, Reibekuchen mit Apfelmus, frisch gezapftem Bier und Cocktails gab es ein großes Showprogramm. So trat zu Beginn der Veranstaltung ein „Howard Carpendale“-Double auf und sang „Hello Again“ oder „Tür an Tür mit Alice“. Nach einer großen Tombola betrat der niederländische Hypnotiseur Jos Claus die Bühne auf dem Johann-Esser-Platz.

Unter Hypnose brachte er ein Dutzend Freiwillige dazu, genüsslich in eine saure Zitrone zu beißen oder sich einen Schuh als Telefonhörer ans Ohr zu halten. Wenngleich der Auftritt des Niederländers, der seine Probanden auf der Bühne nicht der Lächerlichkeit preisgab, ein wenig zu lang ausfiel, so war es doch interessant zu beobachten, wozu man Menschen unter Hypnose bringen kann. „Das war echt ein geiles Gefühl. Man hört nur die Stimme des Hypnotiseurs und nimmt sonst kaum etwas wahr“, gestand Janine aus Duisburg-Homberg, die zum ersten Mal hypnotisiert wurde und sich vorher sicher war, dass das bei ihr nicht funktioniert. Janine ließ sich erst einmal die Handy-Videos ihrer Freundinnen zeigen, um zu sehen, wie sie einen imaginären Ferrari gesteuert oder eine kalte Dusche genommen hatte. Nach einer Feuershow, bei der ein Feuerschlucker helle Flammen in den Meerbecker Nachthimmel spie, trat schließlich ein „Wolfgang Petry“-Double auf, das dem Original durchaus ähnlich sah und mit Liedern wie „Weiß der Geier oder weiß er nicht“, „Bronze, Silber und Gold“ oder „Das ist Wahnsinn“ für Stimmung sorgte. Mit einem beeindruckenden Feuerwerk über den Dächern von Meerbeck endete das zweite Sommerfest ausgesprochen stimmungsvoll.

Zwei Gäste von vielen Hundert beim Meerbecker Sommerfest: Erika und Hans-Günter Kraberg genossen ihre Cocktails. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Der Meerbecker Hochzeitsmoden-Spezialist Sebastian Mörth hatte das Sommerfest initiiert, um Meerbeck attraktiver zu machen. Er zeigte sich sehr zufrieden. „Moppern kann jeder, aber man muss selbst etwas machen“, sagte der gebürtige Meerbecker, der hier zur Grundschule gegangen ist und sich in der evangelischen Gemeinde engagiert hat. Barbara, die auf der Lindenstraße in unmittelbarer Nähe zum Meerbecker Marktplatz wohnt, ist mit ihrem Mann Thomas und ihrer Tochter Jasmin zum Sommerfest gekommen, um dort mit Freunden einen schönen Abend zu verbringen. „Wir kennen Sebastian schon lange und finden es gut, dass er Meerbeck ein wenig wiederbelebt“, sagte Barbara. Lisa und ihre Mutter Heike, die ebenfalls aus Meerbeck kommen, kennen Sebastian Mörth noch aus der evangelischen Kirchengemeinde. „Wir finden es toll, was Sebastian hier in Meerbeck so alles auf die Beine stellt. So versammelt wie hier und heute sieht man Meerbeck nicht oft“, freuen sich die beiden Meerbeckerinnen.