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Das Evangelische Familienbildungswerk des Kirchenkreises Moers ist zehn Jahre alt

Weiterbildung in Moers : Zehn Jahre Bildung und Hilfe für Familien

Seit 2009 ist das Evangelische Familienbildungswerk des Kirchenkreises Moers gesetzlich anerkannt. 350 Angebote für Familien an 49 Veranstaltungsorten im Kirchenkreis enthält das Programm im Schnitt.

„Als wir vor zehn Jahren im Kirchenkreis Moers begannen, hatten wir viel vor. Und es ist noch viel besser gekommen.“ Andrea Kröger, Leiterin des Evangelischen Familienbildungswerkes Moers freut sich. Das Werk arbeitet mit 60 Kooperationspartnern zusammen, zum Beispiel mit Familienzentren, Kirchengemeinden, Beratungsstellen und Schulen. 49 Veranstaltungsorte von Alpen bis Friemersheim stehen zur Verfügung. Mehr als 350 Angebote für Familien sind durchschnittlich im Programm. Die Themen reichen von Fragen zur Gesundheit über Kontemplation und Spiritualität bis hin zu offenen Treffs für Eltern in Familienzentren. Sie richten sich immer wieder nach den Bedürfnissen junger Eltern, Familien mit pubertierenden Kindern, Paaren, die ihre Liebe zueinander nicht vom Alltag kaputt machen lassen wollen. Angebote gibt es für Eltern zur digitalen Orientierung (zwischen Bilderbuch und Tablett) wie für Flüchtlingsfamilien in Neukirchen-Vluyn und Rheinhausen mit ihrer besonderen Situation der Integration. „Auch Tageseltern bilden wir aus. Und weil sie auch nach der Qualifizierung noch Begleitung brauchen, haben wir Coachings und Gesprächsangebote für sie organisiert.“

Anerkennung kommt nicht nur von Kursteilnehmenden, sondern auch vom Landschaftsverband Rheinland. Seit 2009 erkennt es das Evangelische Familienbildungswerk Moers als Einrichtung der Familienbildung nach dem Weiterbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen an. Das brachte auch Entlastung für das Werk, das zuvor fast vollständig vom Kirchenkreis Moers finanziert wurde, und gilt als sein eigentliches Gründungsjahr. „Seitdem ist es uns möglich, noch genauer die Bedürfnisse in den Regionen abzudecken“, erläutert Kröger. „Mit Anke Sczesny für Alpen, Rheinberg, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn und Martina Oertel für Baerl, Homberg und Rheinhausen sowie mir für Moers, sind wir jetzt in allen Regionen des Kirchenkreises Moers vor Ort für die Familien da.“

Das Adjektiv „evangelisch“ im Namen hat eine besondere Bedeutung. „Wir wollen helfen, dass Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, ihre kreativen Potenziale zu wecken. Denn Kinder sind so genial. Wir stellen für Eltern und Kinder, Erwachsene, Pärchen etc. Räume her, in denen sie miteinander reden können, sich stärken, Freiräume finden und sich inspirieren lassen, sich selbst und Gott zu vertrauen.“

Die gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahre sind auch im Familienbildungswerk zu spüren. Mütter gehen eher wieder in den Beruf als früher. Deswegen werden statt der auf drei Jahre angelegten Angebote Kurse für Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kinders stark nachgefragt. In einem Halbjahr suchten vermehrt sehr junge und minderjährige Mütter nach Mutter-Kind-Veranstaltungen, die zeitnah für den Bedarfszeitraum entwickelt wurden.

Zu den Angeboten zählen die Bereiche „Familie gestalten“, „Zeit mit Kindern“, „Kreativität wecken“, „Gesund bleiben“, „Zur Ruhe kommen“, „Miteinander reden“, „Ankommen in Deutschland“, „Fortbilden und qualifizieren“. Neben eigenen Formaten nutzt das Werk auch bewährte Konzepte, etwa „Delfi“® für Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr, ein bundesweit genutztes Programm aus der evangelischen Familienarbeit. Weitere Beispiele: Unter dem Titel „Gibt’s im Himmel vermittelt Trauerbegleiterin Dorothee Bartsch Eltern, wie sie mit Kindern über das Sterben sprechen können. Auch die Tagungen für Adoptiv- und Pflegeltern sind seit Jahren sehr beliebt. „Mutter-Angestellte-Ehefrau-Tochter-Haushälterin-Taxifahrerin...“ setzt sich mit Müttern und ihrer Arbeitsbelastung auseinander.

Alle Veranstaltungen finden sich unter www.familienbildung-moers.de

(RP)