1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Rathaus in Moers: Darum parken diese sechs Polizeiwagen im Halteverbot

Rathaus in Moers : Darum parken diese sechs Polizeiwagen im Halteverbot

Eine Hundertschaft schwarz uniformierter Polizeibeamter hat Donnerstagmittag vor dem Moerser Rathaus geparkt und ist anschließend in das Gebäude gegangen. Ein Einsatz? Eher nicht. Für den Grund entschuldigten sich die Polizisten später.

Eine Nachfrage brachte Entwarnung: Die Hundertschaft wollte zum Standesamt, um für einen heiratenden Kollegen Spalier zu stehen. Das zog jedoch neue Fragen nach sich: Wenn die Beamten privat unterwegs waren, warum ließen sie ihre Mannschaftswagen auf dem rechten Fahrsteifen der viel befahrenen Unterwallstraße stehen und blockierten diesen für eine halbe Stunde? Direkt neben einem Halteverbotsschild? Fanden sie keinen anderen Parkplatz? Scheuten sie die Gebühr auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus? Oder gelten für Polizeibeamte Sonderechte?

Anscheinend nicht. "Das sollte man nicht tun, das ist nicht sehr günstig", kommentierte die Pressestelle der Kreispolizei das Benehmen der Kollegen auf Nachfrage unserer Redaktion. Woher die Kollegen kamen, konnte man dort nicht feststellen. Auf jeden Fall nicht aus Moers oder Kamp-Lintfort. Kann das Kennzeichen eines der Fahrzeuge helfen? "Nein, damit können wir nichts anfangen. Fragen Sie bei den Kollegen in Duisburg nach." Im Polizeipräsidium Duisburg dasselbe Spiel: "Kennzeichen? Das hilft uns nicht weiter." Für die Hundertschaften sei das LZDP, also das Landesamt für polizeiliche Dienste zuständig. "Wir kümmern uns", versprach dort endlich die Pressestelle.

  • Die Niag betreibt die Gleisanlage, die
    Deponie an Stadtgrenze zu Moers : Niag sieht Gefahr für Güterverkehr
  • Die Sänger des MGV „Frohsinn“ verabschieden
    Gesangsverein in Moers : MGV „Frohsinn“ schlägt die Notenhefte zu
  • Für die Wache in Rheinberg, wo
    Sicherheit in Rheinberg, Xanten, Alpen und Sonbeck : Die Polizei organisiert sich neu

Ihre Mühe war dann aber nicht nötig, denn in der Zwischenzeit meldete sich Friedhelm Helllmann, Hundertschaftsführer aus Duisburg bei uns. "Wir haben ein bisschen unglücklich geparkt", räumte er ein. "Ich habe gar nicht richtig auf das Verbotsschild geachtet. Es musste ruck-zuck gehen. Es tut mir leid." Schon gut. Und nachträglich wird das Ordnungsamt bestimmt keine Knöllchen ausstellen.

(pogo)