Moers Damit das Geld lautlos fließt

Moers · Bargeldloser Zahlungsverkehr – das ist das Geschäftsgebiet der Firma ccv-allcash. Sie stellt stationäre und mobile Terminals sowie Software-Lösungen für Kassensysteme zur Verfügung. Gestern war Bürgermeister Ballhaus zu Gast.

Bargeldloser Zahlungsverkehr — das ist das Geschäftsgebiet der Firma ccv-allcash. Sie stellt stationäre und mobile Terminals sowie Software-Lösungen für Kassensysteme zur Verfügung. Gestern war Bürgermeister Ballhaus zu Gast.

Bargeld lacht — das war einmal. Geschäfte, Restaurants, Lieferservices, die ihren Kunden keine Kartenzahlungen einräumen, werden immer weniger. Bereits vor elf Jahren ist das Unternehmen "ccv-allcash gmbh" ins Geschäft der elektronischen Zahlungssysteme eingestiegen, damals noch als "allcash". Bürgermeister Norbert Ballhaus und Wirtschaftsförderer Rolf Heber wollten die Firma im Eurotec-Gelände jetzt endlich einmal näher kennen lernen.

Rita Engeln von der Geschäftsleitung stellte den Besuchern die wichtigsten Eckdaten des Unternehmens vor: Als allcash 1995 gegründet, zog die Firma vor fünf Jahren ins Eurotec-Gelände und musste im selben Jahr Insolvenz anmelden. Das niederländische Unternehmen ccv kaufte das Moerser Geschäft, das seitdem "ccv-allcash" heißt, 45 Arbeitsplätze bietet und rund acht Millionen Euro Jahresumsatz macht. Der unabhängige Partner für Zahlungssysteme hat etwa 15.000 Kunden, überwiegend kleine oder mittelgroße Unternehmen. "Der Schwerpunkt ist Moers und die Region", sagt Rita Engeln. Zum Beispiel lassen die Raiffeisen-Märkte und Zeemann Textil bargeldlosen Zahlungsverkehr über Systeme von ccv-allcash abwickeln.

Individuelle Lösungen

Zu den Produkten gehören stationäre und mobile Terminals sowie Software-Lösungen für Kassensysteme. Die Module können ans Telefonnetz angeschlossen werden oder laufen übers Internet. Um die Zahlungen für die Kunden verbuchen zu können, verfügt ccv-allcash über ein eigenes Rechenzentrum.

Es gibt Systeme, für die der Kunde eine PIN-Nummer eingeben muss, aber auch Modelle, bei denen "nur" der Zahlungsbeleg an der Kasse unterschrieben wird. Norbert Ballhaus und Rolf Heber waren im Technikbereich ganz fasziniert von den verschiedenen Terminal-Modellen, die an Kassen, in Automaten oder unterwegs zum Einsatz kommen.

Polizei kassiert per Karte ab

Mobile bargeldlose Zahlung wird immer üblicher, nicht nur bei Lieferdiensten, die Waren an die Haustür bringen. Auch Streifenwagen-Besatzungen kassieren Bußgeld nur noch über Karte ab. "Die Polizei in Bayern hat sich für unser Zahlungssystem interessiert", berichtet Peter Glotz von der Geschäftsleitung.

Für die Besucher aus dem Rathaus war besonders auch der Service-Bereich interessant. Das Unternehmen repariert beschädigte Hardware (etwa bei Schäden durch Blitzeinschlag) nicht nur in der eigenen Werkstatt, sondern schickt bei Störungen auch Service-Personal zu den Kunden in der Nähe heraus.

(RP)
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