1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Corona-Virus: Der Kreis Wesel „lernt jeden Tag dazu“

Gesundheitsausschuss : Corona: Kreis lernt jeden Tag dazu

Die Verantwortlichen in der Kreisverwaltung Wesel wollen „vor die Lage kommen“.

Demonstrativ unaufgeregt antwortete die Weseler Kreisverwaltung am Mittwochabend im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz auf Fragen zum Thema Corona-Virus. Diese hatte die CDU mit der Bitte um einen Sachstandsbericht einen Tag vorher eingereicht. Michael Maas, im Verwaltungsvorstand für Wirtschaft, Bildung und Gesundheit zuständig, kam dem Gesuch der Christdemokraten nach. Seine generelle Kernbotschaft: „Wir lernen jeden Tag dazu.“ Zu den Details seines Berichts wiederholte er mehrmals, dass seine Informationen auf dem Stand von Mittwoch, 15 Uhr, beruhten und sich ständig ändern könnten.

Demnach sah die Lage so aus, dass es im Kreis weiterhin den einen bestätigten Infektionsfall in Kamp-Lintfort mit Ursache im Kreis Heinsberg gab. Die betroffene Person fühle sich wohl. 45 Menschen, zu denen sie Kontakt hatte, seien untersucht worden, die Befunde negativ gewesen. Es habe also keine weitere Infektion vorgelegen.

Gleichwohl, so Maas weiter, gehe es weiter darum, eine Ausbreitung zu begrenzen. Sei man vor Freitag im Fachjargon noch „hinter der Lage gewesen“, wolle man nun „vor die Lage kommen“. Damit ist unter anderem die Abstimmung über vorbeugende Schritte gemeint. Der Austausch mit den Kommunen über Vorbereitung auf alle möglichen Fälle ist für Donnerstag anberaumt. Schließungen von Einrichtungen des Kreises, etwa von Schulen, stünden nicht zur Diskussion. Nur Grundlagen dafür seien geschaffen, entschieden werde im Einzelfall.

Anderswo zu beobachtenden Fehl­entwicklungen, bei denen sich jeder zu Untersuchungen aufmachte, will der Kreis gegensteuern. Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion, so untermauerte Maas, solle man mit dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt telefonisch die nächsten Schritte abklären. Auch vom Aufstellen eines „Fieberzeltes“ halte der Kreis nichts. Wohl aber werde über dezentrale Einrichtungen, dritte Orte außerhalb der Wartezimmer nachgedacht. Um besagte Fehl­entwicklungen zu vermeiden, sagte Maas nicht, wo diese sein könnten.