Comedy Salon feiert in Moers den Goldenen Herbst

Humor in Moers : Comedy Salon feiert den Goldenen Herbst

Die Grafenstadt lacht weiter. Nach Comedy Arts eröffnet der Enni Comedy Salon im Bollwerk den goldenen Herbst der guten Laune.

Locker leicht, im schwarzen, weil schlankmachenden Outfit, moderierte Comedian Don Clark die Veranstaltung. Der Engländer plauderte, freute sich mit dem Publikum auf die drei weiteren Kollegen.

Die Mischung war perfekt. Seit Jahren lebt Don Clark in Deutschland und hat dabei einen speziellen Blick auf sein Heimatland im Brexitwahn, aber auch auf die Deutschen und ihre Marotten entwickelt. Gerade die deutsche Sprache führte ihn oft aufs Glatteis. „Es hat gedauert, bis ich kapiert habe, dass das Wort Stoffwechsel nichts mit Kleidung zu tun hat.“

Munter kündigte er die Gäste des Abends an. So den jungen Jonas Greiner aus Thüringen. 2,07 Meter Länge misst er und räumte gleich zu Beginn mit Irrtümern um seine Person auf. Nein, er spielt nicht Basketball und nein, er weiß auch nicht, warum er so lang ist. „Wenn ich das wüsste, würde ich das Patentrezept beim Sender QVC verkaufen“, so Greiner. Der Mann aus dem thüringischen Lauscha (bekannt durch die Glaskunstbläserei und Christbaumschmuck) lästert rund um sich rum, über Brandenburg, das Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern.

Aus dem Norden fand ein „Schrägeinsteiger“, so Don Clark, den Weg ins Bollwerk. Hans-Hermann Thielke reiste mit dem Zug von Itzehoe an. Seine 35-jährige Erfahrung als bekanntestes Postbeamter gab er zum Besten. Seinen Humor „für den mittleren, nichttechnischen Postdienst“ hat er auf einem Lehrgang entwickelt, ganz nach dem Motto „Humor rechnet sich“.

Als Musikcomedian sorgte Henning Schmidtke für die nächste Packung Humor. Er schmetterte Lieder, nahm Castingsshows aufs Korn, wie auch das weibliche Phänomen, Mann, Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen. „Frauen frieren ihre Eizellen ein. Typisch weiblich“, so Schmidtke. Seine Empfehlung an das Bollwerk-Publikum: eine Trump-Therapie nach dem Motto „Trump-up your life.“ So gelinge die Pflege des Egomanentums nach amerikanischem Vorbild.

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