Moers CDU und SPD sehen Pläne für Möbelhaus in Kapellen positiv

Moers · Die CDU steht der Ansiedlung eines Möbelhauses in Kapellen positiv gegenüber. Die Präsentation des Investors André Kleinpoppen im Ausschuss für Stadtentwicklung (RP von gestern) sei schlüssig gewesen, teilte gestern Fraktionschef Ingo Brohl mit. "Insbesondere die Beschränkung der zentrenrelevanten Randsortimente weit unter dem kritischen Wert von zehn Prozent der Verkaufsfläche zeigt, dass der Investor und Projektentwickler ein echtes Interesse an einer gemeinsamen städtischen Entwicklung hat."

Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Moers, CDU-Ratsfrau Jutta Gerwers-Hagedorn glaubt, dass Moers von dem Möbelhaus profitieren werde, "beispielsweise durch Arbeitsplätze, durch überregionale Werbung und dringend notwendige Einnahmen für den Haushalt."

Auch die Kapellener SPD sieht das Vorhaben überwiegend positiv. "Die Stadt wird in Kapellen, in die Infrastruktur, in die Straßenführung zum neuen Möbelzentrum investieren, insgesamt würde Kapellen eine deutliche Attraktivitätssteigerung erleben", teilte SPD-Ratsmitglied Andreas Albrecht aus Kapellen mit. Die SPD bemängelte allerdings, dass der Investor den Namen des Möbelhaus-Betreibers noch nicht nennen will: "Eine umfassende Bewertung der Chancen ist nur möglich, wenn man den künftigen Betreiber und die Art, wie er sich auf dem Markt präsentiert, kennt."

Der Einzelhandelsverband Niederrhein fürchtet nach wie vor, dass das Möbelhaus dem Stadtzentrum schadet. Geschäftsführer Wilhelm Bommann kritisierte gestern, dass die von Kleinpoppen genannte Zahl von 2500 Quadratmetern für ein Randsortiment neben Möbeln viel zu hoch sei. Bommann nannte ein Modell im Stuttgarter Raum als Beispiel, wo für das Randsortiment unabhängig von der Gesamtverkaufsfläche eine Obergrenze von 350 bis 400 Quadratmetern gezogen worden sei.

Demgegenüber betonte Ingo Brohl gestern: "Dort wird nicht die Zukunft der Innenstadt entschieden. Die wird in der Innenstadt entschieden."

(pogo)
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