Rheurdt: Bürgermeister lässt bei der Volksbank nicht locker

Rheurdt : Bürgermeister lässt bei der Volksbank nicht locker

Es gibt Geldinstitute, die den Service in kleinen Orten aufrechterhalten. Klaus Kleinenkuhnen nennt ein Beispiel.

Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen stemmt sich weiter gegen die für 2016 angekündigte Schließung der Filiale der Volksbank an der Niers in Schaephuysen. "Noch ist Zeit, etwas zu unternehmen", ist er überzeugt. Jetzt hat er der Volksbank gezeigt, dass andere Geldinstitute es anders machen und den Service auch in Mini-Orten aufrechterhalten. Die Volksbank hatte wirtschaftliche Gründe für die Schließung in Schaephuysen (2723 Einwohner) und sechs anderen Filialen genannt.

In einem Schreiben an die Volksbank hat Kleinenkuhnen eine Alternative zur Schließung genannt, wie sie "ein Schwesterunternehmen Ihrer Bank in Rheinland-Pfalz praktiziert": Die Raiffeisen-Bank Kastellaun betreibt die Geschäftsstellen in einigen Orten an einem oder zwei Wochentagen mit unterschiedlichen Öffnungszeiten. "Ich bitte Sie zu prüfen, ob ein solches Modell auch in Ihrem Geschäftsbereich eine Lösung darstellen könnte, um auch künftig Kundennähe zu garantieren", so Kleinenkuhnen in seinem Schreiben, auf das er noch keine Antwort erhalten hat.

Die Orte im Hunsrück, in denen die Raiffeisenbank Kastellaun vertreten ist, haben teils sehr wenige Einwohner: Alterkülz beispielsweise 417 und Gödenroth nur 70. Zwar gibt es dort keinen Geldautomaten, aber Bankmitarbeiter stehen an zwei Tagen in der Woche den Kunden zur Verfügung. "Das ist genauso viel Wert wie ein Geldautomat", sagt Kleinenkuhnen. "Denn die Mitarbeiter zahlen auch Geld aus, und zwar auch in größeren Beträgen."

Kleinenkuhnen informiert sich inzwischen auch über private Firmen, die Geldautomaten in Kooperation mit Geldinstituten und dem Einzelhandel betreiben. "Wenn private Unternehmen das mit Gewinn machen können, dann können Volksbank und Sparkasse das genauso", sagt der Bürgermeister.

(pogo)
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