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Bürgermeister: "Die Welt kommt nach Moers."

Moers Festival 2019 : „Die Welt kommt nach Moers“

Das Moers Festival hat auch am Pfingstsonntag viele Besucher begeistert. Bürgermeister Christoph Fleischhauer würdigte auch die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer.

Sonntagsausflügler flanieren fröhlich zwischen den Ständen der Händler im Festivaldorf am Solimare. Die Imbissstände sind umringt, an der Krefelder Straße ist kein Parkplatz mehr frei. Und in der Eishalle begrüßt ein sichtlich entspannter Bürgermeister die geladenen Gäste auf dem traditionellen Empfang des Moers Festivals. „Die Sonne scheint über Moers“, freute sich Christoph Fleischhauer. Damit meinte er natürlich nicht das Wetter, das es am Sonntag gut mit dem Moerser Musikfest meinte. „Wir haben oft überlegt, wie es mit dem Moers Festival weitergehen kann und haben der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen zu danken, dass sie das Festival weiter fördern wollen. Damit scheint es für die nächsten Jahre gesichert zu sein.“

Bürgermeister Christoph Fleischhauer begrüßte die Gäste. Foto: Anja Katzke

Das Wichtigste an der Musik, zitiert Fleischhauer Gustav Mahler, stehe nicht in den Noten. „Es liegt an den Menschen, die die Musik artikulieren. Musiker aus Europa, Amerika und Asien treffen sich bei uns. Und wir freuen uns, dass die Welt zu uns kommt“, erklärte Fleischhauer und erinnerte an den Moerser Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch, der zu Lebzeiten in seiner Heimatstadt gar nicht so populär gewesen sei. „Wenn jemand nicht mehr da ist, dann weiß man erst, was man an ihm verloren hat.“ Christoph Fleischhauer lobte Tim Isfort, den künstlerischen Leiter, und Claus Arndt, Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, die seit 2017 das Festival wieder an die Innenstadt angebunden haben. „Ihr seid ein so tolles Team“, sagte der Bürgermeister. Und das gelte auch für alle ehrenamtlichen Helfer, die sich auf dem Moers Festival engagierten. Claus Arndt zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Veranstaltung. „Die Zahlen sind schon jetzt deutlich besser als im vergangenen Jahr“, sagte er dem Grafschafter.

Der Empfang fand in der Eishalle am Solimare statt. Foto: Anja Katzke

Als Gastredner hat Festivalchef Tim Isfort einen Ethnologen nach Moers eingeladen. Michael Schönhut, Professor an der Universität Trier, wagte einen ethnologischen Blick auf das Moers Festival. Bei einer solchen Beobachtung gehe man zu „den Wilden“ und beschreibe ihr Leben, erklärte der Wissenschaftler mit einem Augenzwinkern. Dabei führe man ein Feldtagebuch. Seine wesentliche Erkenntnis über das Moerser Musikfest fasste er wie folgt zusammen: „Die Besucher kommen wegen des Festivals. Es scheint selbst der Name-Act zu sein und strahlt bis nach Berlin aus. Und als Fremder wird man in der Stadt Moers willkommen geheißen.“ Nach den Lob-Reden ging es um 14.30 Uhr in der Festivalhalle zur Sache: Die D.K. Heroes aus Belgrad gaben mit Saxofonist Hayden Chisholm in der Festivalhalle ein furios-beschwingtes Konzert mit den traditionellen Melodien. Das Festival geht heute und am Montag weiter - dann unter anderem mit Phil Minton, den DokistaplerKidz, Black Midi und einer Abschlussprozession vom Festivaldorf zu Colin Stetson in die Aula des Gymnasiums in den Filder Benden und zu La Colonie de Vacances im Schlosspark.

www.moers-festival.de