Moers: Bündnis bringt strategische Sozialplanung auf den Weg

Moers: Bündnis bringt strategische Sozialplanung auf den Weg

Ein regelmäßiger Sozialbericht der Stadt soll helfen, auf negative Entwicklungen frühzeitig zu reagieren.

Im Frühjahr 2016 haben die Bündnisfraktionen aus SPD, Grünen und Grafschaftern beschlossen, in Moers wieder eine vorausschauende strategische Sozialplanung einzurichten. Aus vielen Bereichen lasse sich belegen, dass erst eine präzise Erfassung der demografischen Entwicklung sowie der sozialen Notlagen und Bedürfnisse in den Stadtteilen die Möglichkeit schafft, frühzeitig auf negative Entwicklungen zu reagieren. Der Beschluss sei damals zurückgestellt worden. "Mit der Wahl von Claus Arndt zum Beigeordneten ist jetzt der richtige Zeitpunkt da, den Worten Taten folgen zu lassen", sagt Mark Rosendahl (SPD).

In den letzten 30 Jahren haben Moers und benachbarte Kommunen 20.000 Arbeitsplätze im Bergbau verloren. Hinzu kommen Arbeitsplatzverluste in der Zulieferindustrie. "Es liegt auf der Hand, dass diese Entwicklung unmittelbare Auswirkungen auf die soziale Entwicklung in der Stadt und ihren Stadtteilen hat, ablesbar unter anderem in der Steigerung der Bezieher/innen von Hartz IV." Hinzu kämen unter anderem Armut im Alter, Pflegebedarf, Jugendliche ohne Schul- oder Berufsabschluss, steigender Bedarf an Kinderbetreuung, die Inklusion und die Aufnahme von 2000 Flüchtlingen.

Ein regelmäßiger Sozialbericht der Stadt stelle eine Bestandsaufnahme dar und sei Grundlage "für ein in die Zukunft gerichtetes, perspektivisches, präventives kommunales Handeln".

Rosendahl zeigt sich überzeugt, "dass eine zentrale und umfassende strategische Sozialplanung helfen kann, Doppelstrukturen zu vermeiden und gleichzeitig die Grundlage bildet, fachbereichsübergreifende Empfehlungen vorzubereiten, deren Umsetzung die Lebensqualität in den Stadtteilen und Quartieren verbessert und dadurch auch mittelbar Kosten spart."

(RP)