Moers/Neukirchen-Vluyn: Bonus: "Soli" bekommt drei Extra-Rutschen

Moers/Neukirchen-Vluyn : Bonus: "Soli" bekommt drei Extra-Rutschen

Weil die Enni Sport und Bäder bei den Arbeiten rund um das Frei- und Aktivbad unter Plan geblieben ist, konnten drei zusätzliche Trockenrutschen angeschafft werden. Eine Zufriedenheitsumfrage unter Kunden bescheinigt dem Solimare beste Werte.

Ein Konzept ist ein Konzept - ein Entwurf, ein Plan, der erst Sinn ergibt, wenn er am Ende auch aufgeht. Nach jahrelangen Umbauarbeiten im Zuge des Moerser Sportstätten- und Bäderkonzepts hat die Enni deshalb im April ihre Kunden gefragt, wie zufrieden sie mit dem Sport- und Freizeitangebot in Moers und Neukirchen-Vluyn heute eigentlich sind - im Vergleich zu 2010.

Foto: Dieker Klaus

Dafür sind die Meinungsforscher direkt in die Bäder und in die Moerser Eishalle gegangen - ausgerüstet mit Tablets und einem auf dem sogenannten NPS (Net Promoter Score)-System basierenden Fragenkatalog. 832 Kunden haben mitgemacht, gemessen wurde der Grad der Weiterempfehlung.

"Die gute Nachricht ist, dass wir uns unterm Strich in allen Bereich verbessert haben", sagt "Enni Sport und Bäder"-Geschäftsführer Dirk Hohensträter. "Für uns ist diese Umfrage ein Qualitätssicherungsmodul. Wir wollten und wollen auch in Zukunft wissen: Wo stehen wir, und wo können wir uns verbessern?" Aktuelles Fazit: Der Enni-Sportpark Rheinkamp, das Freizeitbad Neukirchen-Vluyn, das Solimare mit Freibad und Aktivbad und die Enni-Eiswelt kommen bei den Nutzern gut an.

Abgefragt wurde unter anderem die Meinung zum Preis-Leistungsverhältnis, zur Sauberkeit und zur Sicherheit. Das Solimare weist in all diesen Bereichen überdurchschnittliche Werte auf - trotz noch nicht eröffneter Rutschenanlage. Von Sportlern wurden allein die zu kurzen Bahnen und die zu geringe Wassertiefe kritisiert. "Wir sind dort ein totales Familienbad geworden", sagt Hohensträter. "Das war auch der Plan. Die Zeiten, in denen Rowdys für Unruhe gesorgt und den Erholungswert geschmälert haben, sind jetzt vorbei."

Tatsächlich ist Hohensträters Bauschlussbericht zur Eiswelt, zum Freibad Solimare und zum Aktivbad, der jetzt dem Enni-Verwaltungsrat vorgelegt wurde, eine Erfolgsgeschichte. Wurde im Jahr 2012 mit Baukosten von 17,15 Millionen Euro geplant, lagen die realen Kosten bei Fertigstellung 2018 bei 17,115 Millionen Euro. Das ist mehr als eine Punktlandung. "Weil wir preislich so gut im Rahmen geblieben sind, können wir uns jetzt sogar noch ein kleines Extra leisten", sagt der Bäder-Chef. Heißt: Die Rutschenanlage bekommt drei zusätzliche, ursprünglich gar nicht eingeplante Trockenrutschen. Auch eine kleine Beach-Party soll es ab dem kommenden Jahr wieder im Solimare geben.

Grundsätzlich hohe Zufriedenheitswerte und Weiterempfehlungsbereitschaft bescheinigen die Kunden auch dem Freizeitbad Neukirchen-Vluyn: Sicherheit, Sauberkeit, Personal, Attraktivität für Sportler und Familien - alles top. "In der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses macht sich mittlerweile allerdings der Beschluss der Politik bemerkbar, die Preise jedes Jahr über der Inflationsrate zu erhöhen", sagt Hohensträter. "Die Gäste schauen, was das betrifft, natürlich auch auf die Preise und Angebote der Bäder in der Region. Langsam kommen wir da an einen Punkt, an dem wir drauf gucken müssen, damit wir nicht langfristig Gäste verlieren. Die ebenfalls bemängelte häufig defekte Sauna ist mittlerweile repariert."

(RP)
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