Blumen-Killer schlägt in Moers zu

Moers : Aus dem Kuriositäten-Kabinett der Polizei

Über einige ungewöhnliche Fälle berichtet die Polizei. „Manchmal denken wir, uns mitten im Kuriositätenkabinett zu befinden, wenn wir als Pressestelle morgens die einzelnen Sachverhalte lesen, mit denen sich unsere Kolleginnen und Kollegen befassen mussten“, ließen die Beamten wissen.

Ein paar Beispiele:

Streit in der Kneipe Eines Abends gegen 22.15 Uhr wurde die Polizei in eine Gaststube gerufen. Drei Männer hatten ihren eigenen Wein mitgebracht und waren dabei, ihn vor den Augen des Wirts zu trinken. Das fand dieser überhaupt nicht lustig. Als dann einer der Kamp-Lintforter einen Stuhl beschädigte, weil er darauf „gekippelt“ hatte, rief der Wirt die Polizei. Die 44 und 48 Jahre alten Herren erklärten, sie hätten nicht gewusst, dass man seine eigenen Getränke nicht mitbringen darf. Es half nichts. Schadenersatz und Rausschmiss waren die Folge.

Wut über Sonnenblumenöl Folgen hatte auch der Wutausbruch einer Moerserin (30): Nach regelmäßigen Streitigkeiten mit ihrer Nachbarin aus dem Erdgeschoss reichte es ihr anscheinend, ihre Rache entlud sich in Form einer Flasche Sonnenblumenöl auf den Sonnenschirm, die Terrasse und die Kontrahentin. Diese rief die Polizei, die feststellte, dass es sich bei dem „Sonnenöl“ um Putzwasser gehandelt hatte. Damit nicht genug. Die hitzige 30-Jährige ließ sich kaum beruhigen, die Polizisten hatten nicht nur damit ihre Mühe, sondern anschließend damit, den Fall zu Papier zu bringen.

Videoüberwachung des Blumenkübels Ein anderer Fall beschäftigt  die Kripo in Moers: Immer wieder waren Blumen eingegangen, die eine Frau im Kübel an ihrem Hauseingang am Hohen Weg gepflanzt hatte. Ihr Partner wollte der Sache auf den Grund gehen und installierte eine Kamera. Mit mäßigem Erfolg. Nach erneuter Bepflanzung schlug ein Unbekannter zwar zu und kippte eine Flüssigkeit auf die Pflanzen, doch er drehte dabei der Kamera den Rücken zu. Wer also am 19. August oder in den Tagen zuvor Verdächtiges beobachtet hat, möge sich bei der Polizei, 02841 1710, melden.

(RP)