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Bewohnerin soll Hausexplosion in Moers selbst verursacht haben

Drei Verletzte : Bewohnerin soll Hausexplosion selbst verursacht haben

Die schwere Explosion in der Wohnung einer Doppelhaushälfte an der Essenberger Straße in Asberg, bei der am vergangenen Freitagmorgen zwei Frauen lebensgefährlich und ein Mann leicht verletzt wurden, wurde möglicherweise in suizidaler Absicht herbeigeführt.

Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt.

Wie berichtet, hatten Nachbarn am Freitag gegen 8.35 Uhr einen lauten Knall gehört und die Feuerwehr gerufen. „Offenbar ist es im Haus zu einer Verpuffung gekommen“, erklärt Feuerwehrchef Christoph Rudolph später, nach Abschluss der Rettungsarbeiten. „Eine Verpuffung kann entweder durch Gas, oder durch Kraftstoff entstehen.“ Ein Mann, 59 Jahre alt,  konnte sich selbstständig ins Freie retten, zwei Frauen, 58 und 90 Jahre alt, wurden mit schwersten Brandverletzungen aus dem Gebäude geborgen. Für die beiden Moerserinnen, die mit zwei Rettungshubschraubern in Spezialkliniken nach Duisburg und Bochum geflogen wurden, besteht nach wie vor Lebensgefahr.

Nach Informationen unserer Redaktion wurde im Haus ein Kanister gefunden. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Kriminalkommissariats 11 der Polizei Duisburg gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die 58 Jahre alte Bewohnerin die Explosion mit Benzin in suizidaler Absicht herbeigeführt hat“, heißt es in der Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehrhauptwache Moers, der Löschzüge Stadtmitte, Asberg und Scherpenberg waren am Freitagmorgen im Einsatz. Der Schulhof der Geschwister-Scholl-Schule diente den Hubschraubern als Landeplatz.