Moers: Bethanien trauert um frühere Chefärztin

Moers : Bethanien trauert um frühere Chefärztin

Die Stiftung Krankenhaus Bethanien in Moers trauert um Dr. Vera Schwarzhoff. Die frühere Chefärztin starb nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Moers.

Schwarzhoff war bis 2007 Chefärztin im Krankenhaus Bethanien. Als umfassend ausgebildete Universalistin deckte sie das komplette Spektrum der Radiologie und Nuklearmedizin ab. In Bethanien baute sie ausgesprochen erfolgreich die Radiologie und Nuklearmedizin als eigenständige Fachklinik nach modernsten medizinischen Standards auf. Zudem war sie in Deutschland eine der wenigen Frauen in der Position als Chefärztin.

Die Medizinerin entstammte einer bekannten Arztfamilie in Meschede. Als Tochter des Chirurgen Erich Schwarzhoff und der praktischen Ärztin Elisabeth Schwarzhoff begann sie im Jahr 1963 ein Medizinstudium in Bonn, Düsseldorf und Wien. Nach der Facharztanerkennung in Röntgenologie - so hieß die Radiologie seinerzeit noch - und in Strahlenheilkunde im Jahr 1976 sowie nach anschließender Facharztausbildung als Nuklearmedizinerin leitete sie ab 1982 die nuklearmedizinische Abteilung des Uniklinikums Düsseldorf auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich. Nach einem Intermezzo als Chefärztin im Sauerland wirkte sie 1983 schließlich bis zum Ruhestand nach Moers.

"Als Chefärztin jederzeit absolut integer und stets voller Herzenswärme, war sie für viele Patientinnen und Patienten auch dann noch ein Vorbild, als sie selbst schwer erkrankte. Sie lebte ihren Patienten vor, mit einer unheilbaren Erkrankung den Lebensmut und die Lebensfreude nicht zu verlieren", erklärte das Krankenhaus. Ihr Nachfolger als radiologischer Chefarzt im Bethanien-Krankenhaus, der im vergangenen Jahr selbst in den Ruhestand getretene Hans Bender, erinnerte an die "zupackende und lebensfrohe Art" der gebürtigen Sauerländerin.

(RP)
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