Moers: Begeisternde Boogie Night rockt Kammermusiksaal

Moers: Begeisternde Boogie Night rockt Kammermusiksaal

Seit 2012 ist die Moerser Boogie Night eine der beliebtesten Veranstaltungen der lokalen Musikszene. Für Gründer Paul Jahns und Michael Birr, der als Geschäftsführer der MoersMarketing GmbH, 2015 die Organisation übernommen hat, ist ein ausverkauftes Haus längst zur gewohnten Kulisse geworden. Auch die 12. Auflage setzte die Erfolgsserie fort: Die "Carnegie Hall von Moers", wie Jahns den Kammermusiksaal adelte, war rappelvoll, die Stimmung super, das Programm wie immer erstklassig. Sichtlich zufrieden war Jörg Hegemann, Künstlerischer Leiter der Boogie Night. Ein paar Töne genügten - und schon gab es im Saal keinen Fuß, der nicht im Takt wippte, keine Hand, die nicht den Rhythmus mitklatschen wollte. "Man kann als Pianist ganz toll grooven, wenn man von so tollen Leuten begleitet wird", verwies Hegemann, der als einer der besten deutschen Boogie-Woogie-Spieler gilt, auf seine Jazz-Rhythmus-Gruppe, die mit dem Bassisten Paul G. Ulrich, der mit fetzigen Soli markante Akzente setzte, und dem Schlagzeuger Jan Freund, der "mit allem gespielt hat, was Rang und Namen hat", hochkarätig besetzt war.

Special guest des Abends war der junge Däne Lasse E. Jensen, der zur Elite der jungen Generation internationaler Boogie-Pianisten zählt und der, so Hegemann, "in Dänemark eine Boogieszene begründen wird". Mit eigenen Titeln wie "Morning boogie" oder "Boogie on the rocks" machte Jensen, spielend und singend sein Niederrhein-Debüt zu einem Highlight des Abends. "It's a pleasure to play here", erklärte der Künstler. "Es ist ein Vergnügen, ihm zuzuhören", kam das Kompliment zurück. Stürmischer Applaus für eine Power Session, bei der die Boogie-Fans einmal mehr voll auf ihre Kosten kamen. In wenigen Monaten ist es wieder so weit: Am 28. September wird Jörg Hegemann, diesmal zusammen mit Steve "Big Man" Clayton aus Birmingham, im Kammermusiksaal wieder für Stimmung sorgen. Mit von der Partie sind Patrick Ziegler (Piano), Dirk Engelmeyer (Schlagzeug) und Mathias Klüter (Kontrabass).

(prs)
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