Bauzentrum Fahr in Moers und Firma Swertz aus Kleve fusionieren

Unternehmen fusionieren : Bauzentrum Fahr ist jetzt Swertz

Die Paul Swertz GmbH aus Goch expandiert weiter. Mit Beginn des Jahres ist als eine weitere Filiale das ehemalige Bauzentrum Fahr in Moers dazugekommen.

Wer in den vergangenen Tagen die Repelener Straße in Moers entlang gefahren ist, hat es vielleicht schon bemerkt. Das dort an der Ecke zur Dr.-Berns-Straße liegende ehemalige „Fahr“-Bauzentrum heißt jetzt „Swertz“. Seit 1. Januar erweitert sich damit die bisher mit sieben Bauzentren am Niederrhein vertretene Swertz-Gruppe um eine weitere Filiale.

148 Jahre war das zuletzt in fünfter Generation von Christoph Fahr geleitete Unternehmen in Familienbesitz gewesen. „Das ist schon eine lange Zeit, aber ich muss die Leitung leider aus gesundheitlichen Gründe abgeben“, erklärte er am Mittwoch bei einem Pressegespräch, bei dem er, der neue Besitzer Rudolf Swertz und der Niederlassungsleiter Kai Ziedan über die zukünftigen, mit dem Besitzerwechsel verbundenen Veränderungen sprachen.

Laut Aussage von Rudolf Swertz wird das bisherige Sortiment des Baumarktes erhalten bleiben, jedoch zusätzlich noch durch neue Produkte und Serviceleistungen in den Bereichen Roh-/Hoch- und Trockenbau ergänzt. Darüber hinaus wird es eine deutliche Erweiterung im Sanitäts- und Fliesensortiment geben, für Letzteres ist sogar eine eigene, neue Abteilung mit entsprechenden zusätzlichen Ausstellungsflächen geplant.

Eine weitere Neuerung dürfte das vergrößerte Angebot an Natursteinen für Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke und Treppen sein. Bleiben wird der sogenannte Profach-Fachmarkt, wobei jedoch einige Umstrukturierungen bezüglich der Präsentationsfläche und Lagerung geplant sind. Auch hier soll sich das Sortiment in Zukunft vergrößern. Ganz neu eingerichtet werden dagegen Abteilungen für die Baubereiche Dach und Fassade, sowie für Fenster. Türen, Tore und Zäune, wobei das neue Bauzentrum Swertz für die Letzteren auf Wunsch auch die Montage übernimmt.

Für alle übrigen Baustoffe versteht man sich jedoch weiterhin hauptsächlich als Zulieferer für die verschiedenen örtlichen und regionalen Handwerksbetriebe. „Das waren bisher etwa 60 bis 70 Prozent unserer Kunden, und so soll es auch bleiben“, erklärte Christoph Fahr, der in Zukunft als Disponent in seiner ehemaligen Firma weiter mitarbeiten wird: „Natürlich bleiben wir wie bisher für andere Endkäufer offen.“

Die Abgabe seiner Firma sei ihm nicht leicht gefallen, gestand er auf eine entsprechende Nachfrage hin, aber mit der Übergabe an Rudolf Swertz habe er sicherlich eine gute Entscheidung getroffen. „Schon unsere Eltern pflegten ein freundschaftliches Verhältnis und auch geschäftlich gab es immer schon Berührungspunkte.“ Besonders wichtig sei ihm bei den Verkaufsverhandlungen gewesen, dass die Arbeitsplätze der bisher bei ihm angestellten 35 Mitarbeiter erhalten bleiben sollten. Das hat auch geklappt. Zurzeit werden einige von ihnen gerade fachlich für die Angebotspalette der neuen Abteilungen fit gemacht.

Für die nahe Zukunft stehen noch diverse räumliche Umbaumaßnahmen an. Die sollen spätestens bis zum Sommer diesen Jahres abgeschlossen sein. Der genaue Termin steht noch nicht fest, doch wenn es soweit ist, wird es einen großen Tag der offenen Tür auf dem gut 31.000 Quadratmeter umfassenden Bauzentrumgelände an der Dr.-Berns-Straße geben, versprach Rudolf Swertz. Bis dahin geht der Verkaufsbetrieb wie bisher gewohnt weiter.