Bauanträge für neues Wohnviertel auf Horten-Brache in Moers liegen vor

Stadtplanung in Moers : Bauanträge für Horten-Brache liegen vor

Zwischen Homberger Straße, Otto-Hue-Straße und Bankstraße entsteht ein neues Wohnviertel. Die Stadt geht von einem Baubeginn im nächsten Jahr aus. Die Planung eines Hotels ist aufgeschoben.

Das ehemalige Horten/C&A-Gelände an der Homberger Straße ist wohl der größte „Schandfleck“ der Innenstadt. Seit Jahren gammelt die Trümmerwüste vor sich hin. Jetzt ist endlich absehbar, dass sie verschwindet. Der Immobiliendienstleister Dereco aus Köln hat die Bauanträge für das Gelände bei der Stadt eingereicht. „Auf dem Areal zwischen Homberger Straße, Otto-Hue-Straße und Bankstraße soll ein modernes, innerstädtisches Wohnquartier entstehen. Nach den Entwürfen des Düsseldorfer Architekturbüros Wrede Architekten sind neben 139 Wohneinheiten auch neue Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss zur Fußgängerzone Homberger Straße geplant. Das gesamte Grundstück wird mit einer Tiefgarage unterbaut“, teilte die Dereco mit. Das Projektvolumen belaufe sich auf rund 45 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung rechnet der Entwickler rund zwei Jahre nach Erteilung der Baugenehmigung.

Für das „Tortengrundstück“ zwischen der Homberger und Essenberger Straße (Schotter-Parkplatz) war ein Hotel im Gespräch. Dessen Planung verschiebe die Dereco um ein Jahr, sagte der Technische Beigeordnete der Stadt, Thorsten Kamp. Die jetzigen Bauanträge beziehen sich nur auf das Wohnquartier. Aufgabe der Fachleute im Rathaus ist es nun, die eingereichten Akten zu prüfen. Wann die Baugenehmigung erteilt werden kann, ist unklar. Die Verwaltung kann derzeit über Langeweile nicht klagen. „Wir haben mehrere Millionenprojekte“, sagte Kamp – zum Beispiel das Edeka-Center in Utfort oder die Erweiterung des Firmengeländes von „Niederrhein Gold“ in Kapellen. Mit einem Baustart für das Wohnquartier Homberger Straße ist vor diesem Hintergrund eher im Sommer als im Frühjahr 2019 zu rechnen.

Ein Blick in den Innenhof des geplanten Gebäudes. Foto: Dereco

Auf dem Gelände sollte ursprünglich die „Grafengalerie“ entstehen. Die Planung des Einkaufszentrums durch die Firma Charterhaus zog sich jahrelang hin, nach dem Tod der Charterhaus-Chefin Brigitte van der Jagt Ende 2015 wurden die Pläne aufgegeben. Die Dereco übernahm. Im Hintergrund stehen Investoren aus den Niederlanden.

Von der Grafengalerie sollten Impulse für das angeschlagene Image der Homberger Straße ausgehen. Dieselbe Hoffnung ruht auf dem neuen Wohnquartier. „Die neuen Bewohner werden eine neue Nachfrage schaffen“, sagte Kamp.

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