Rheurdt: Bau des neuen Netto-Marktes soll im April beginnen

Rheurdt: Bau des neuen Netto-Marktes soll im April beginnen

Im April sollen an der Bahnstraße die Bagger anrollen. "Der Investor hat die Bodenarbeiten bereits ausgeschrieben", sagte Udo Hövelmans, der für das Bauen und die Wirtschaftsförderung in der Gemeinde zuständig ist, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung. "Er hat beim Kreis Kleve einen Bauantrag für den neuen Netto-Markt gestellt." Der Ausschuss beschloss, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan für die Fläche östlich des Duffhausgrabens anzupassen. Planungsrechtlich war diese Änderung nicht leicht gewesen, wie Heidrun Elisabeth Müller erläuterte. "Innerhalb von Überschwemmungsgebieten darf normalerweise nicht gebaut werden", sagte die Diplom-Ingenieurin für Raumplanung des Moerser Ingenieurbüros Lange. "Die Regeln werden streng ausgelegt." In Rheurdt habe die Bezirksregierung eine Ausnahme zugelassen, weil sich kein anderer Platz gefunden habe und eine Nahversorgung notwendig sei.

Der Netto-Markt, der mit seinen heute 600 Quadratmetern Verkaufsfläche am Hochend liegt, vergrößert sich auf 1200 Quadratmeter, um sein Angebot auszubauen und damit am Markt bestehen zu können. Der Discounter hat 90 Prozent Lebensmittel zu verkaufen und maximal zehn Prozent Randsortimente, wie die Bezirksregierung Düsseldorf in einer Stellungnahme schreibt. Dazu zieht die Adam Linzner GmbH & Co. KG auf die Fläche. Das Gebäude dieses Badausstatters und Sanitärunternehmens ist vergleichbar groß wie das des Discounters.

Müller führte aus, wie der Gewässerschutz zentrales Thema des planungsrechtlichen Verfahrens gewesen sei. Die Lineg habe es abgelehnt, das Regenwasser der Dachflächen und des Parkplatzes in einen Kanal in die Bahnhofsstraße zu leiten. Es wird jetzt in einen Graben mit Mulde im Westen des Grundstückes laufen, um von dort zu versickern.

  • Rheurdt : Zustimmung für den Netto-Markt

Weitere Fragen seien der Lärm und der Verkehr gewesen. Heute werde der Netto-Markt durchschnittlich sieben Mal am Tag mit großen Lastwagen beliefert, zweimal mit kleinen Lieferwagen. Beim neuen Markt seien es pro Tag zwei Lastwagen mehr.

(got)