Bandcontest in Moers: Moonroxx mit ehrlicher und erdiger Rockmusik

Bandcontest am Niederrhein : Moonroxx mit ehrlicher und erdiger Rockmusik

Die Gruppe liebt das Adrenalin. Sie covert Rockklassiker und spielt eigene Kompositionen.

2016 stand die Band „Moonroxx“ vor dem Aus. Ihr Bassist starb bei einem Autounfall. „Das war ein Tiefschlag, ein Einschnitt in unser Leben“, erinnert sich Bandsprecher und Gitarrist Peter Vukovic (56), der in Moers auf dem Gymnasium Filder Benden sein Abitur ablegte und heute im Düsseldorfer Norden wohnt. „Wir haben überlegt, die Band aufzulösen.“ Doch die Band löste sich nicht auf. Sie suchte einen neuen Bassisten. Den fand sie in Eddy Speicher. „Ich ticke wie die anderen“, sagt der Bassist aus Hamminkeln. „Der erste Kontakt lief übers Internet.“

Die Band hatte sich Ende der 90er Jahre in der Kneipe „Fifty-Fifty“ gegründet, die 500 Meter vom Rockschuppen „Old Daddy“ in Duisburg-Mitte lag. „Damals hat sich in Duisburg-Mitte rund um den Dellplatz eine Musikszene etabliert“, blickt Gitarrist André Fingernagel aus Dinslaken zurück. „Wir haben von Anfang an Rockmusik gespielt.“

Allerdings war es Rockmusik ohne Gesang. Dieser kam erst 2009 dazu, als Holger Schikofsky zu Moonroxx stieß. „Wir machen handgemachten Rock, ehrliche und erdige Musik – mit Röhrenverstärker, ohne Schnick-Schnack“, beschreibt der Sänger aus Duisburg die Richtung, der die Setliste, die Reihenfolge der Songs, schon einmal handschriftlich festhält.

Die Band covert Rockstücke aus den 60er, 70er und 80er Jahren, zum Beispiel „Gimme Shelter“ von den Rolling Stones, „Ain‘t Much Different“ von Lynyrd Skynyrd, „Saturday Night“ von Herman Brood, „I Can’t Stand“ von der Blues Mobile Band, „Dark Night“ von Blasters „Love Machine“ von Supermax oder „Faith Healer“ von Alex Harvey. Dazu spielt sie eigene Stücke, zum Beispiel „Eric“ oder „No Chain“.

Die Band probt in einem Keller in Dinslaken. „Für Rockbands ist es schwierig, Räume zu finden“, erzählt Marcel Lorek (40) aus Gladbeck. „Beim Proben ist es nun Mal etwas lauter. Da darf niemand direkt nebenan wohnen. Auch Auftritte sind schwieriger geworden. In Kneipen sind sie selten geworden, weil die Vorschriften heute strenger sind. Früher haben wir einmal auf einem Festival in einem Wald gespielt. Heute geht das nicht mehr. Aber eine Band lebt für die Auftritte.“ Acht bis zehn Auftritte hat die Gruppe im Jahr, vor allem bei Open-Air-Veranstaltungen, etwa auf einer Bühne während des Duisburg Marathons oder bei einem Festival bei der Mühle von Schloss Gymnich in Erftstadt bei Köln. Dazu spielt Moonroxx in Kneipen und Musikclubs, etwa vor einigen Tagen in der Kneipe „Die Tränke“ im Duisburger Stadtteil Bissingheim. „Auftritte sind volles Adrenalin“, sagt Peter Vukovic.

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