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Moers: Azzoug kritisiert "niveaulose Diskussion" im Ausschuss

Moers : Azzoug kritisiert "niveaulose Diskussion" im Ausschuss

Debatte über den Zuschuss für den Bunten Tisch: Der Vereinsvorsitzende wehrt sich gegen Vorwürfe.

Amar Azzoug, Vorsitzender des Bunten Tisches, hat gestern Vorwürfe entgegnet, die im Sozialausschuss gegenüber dem Verein geäußert worden waren. Azzoug sprach von einer "niveaulosen" Diskussion vonseiten der CDU, FDP und Grünen. "Man hat das Haar in der Suppe gesucht." Er habe den Eindruck, dass manche Politiker die Verwaltungsvorlage nicht richtig gelesen, geschweige denn verstanden hätten. Im Ausschuss war, wie berichtet, über eine Anhebung des städtischen Zuschusses für den Verein von 30.000 auf 80.000 Euro ab 2018 diskutiert worden. Die Summe steht im Zusammenhang mit der Eröffnung eines Internationalen Kulturzentrums in Asberg, das der Bunte Tisch führen soll.

Ausschussmitglieder hatten Fehler im Finanzplan des Bunten Tisches bemängelt. Der Finanzplan sei korrekt, sagte dagegen Azzoug, aber die Ausschussmitglieder hätten zum Beispiel bei der Angabe von Gesamtzahlen für Gehälter nicht berücksichtigt, dass Sozialabgaben und Arbeitnehmeranteile hinzuzurechnen seien. Als unverschämt empfand Azzoug den Vorwurf, der Bunte Tisch "erpresse" die Politik, weil er seine Auflösung angekündigt habe, falls die Mittel nicht bewilligt werden. Wie Azzoug erläuterte, soll das Geld eine angemessene Bezahlung des Vereinsteams erlauben. Die Geschäftsführerin und die Projektleiterin des Bunten Tisches könnten von ihrem jetzigen Gehalt nicht leben. Im Laufe der 25 Jahre, die der Bunte Tisch besteht, habe er sieben Teams ausbilden müssen, die immer wieder wegen Geldnöten abgesprungen seien, sagte Azzoug. "Ich bin zeitlich und kräftemäßig nicht in der Lage, noch einmal ein neues Team auszubilden." Die Mitgliederversammlung habe dies zur Kenntnis genommen.

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Sollte der Rat nicht schon im Oktober, sondern erst in seiner Sitzung Ende November über den Zuschuss für den Bunten Tisch entscheiden, werde man die Verträge mit dem Team vorsorglich kündigen müssen, sagte Azzoug, damit die betroffenen Personen rechtzeitig Arbeitslosengeld beantragen können.

(RP)