Rheurdt: Awo-Kita soll nächstes Jahr umziehen

Rheurdt : Awo-Kita soll nächstes Jahr umziehen

Die Arbeiterwohlfahrt hat eine eingruppige Kindertagesstätte in Rheurdt eröffnet. 17 Kinder sind dort bereits untergebracht, sieben Plätze sind noch frei. Bald soll die Kita in das Gebäude der ehemaligen Grundschule ziehen.

Kaum ist die Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Schulweg 6 eröffnet worden, wird schon von einem Umzug gesprochen: "Wenn die Verhandlungen mit dem Investor gut laufen, werden wir im nächsten Kindergartenjahr in das ehemalige Grundschulgebäude ziehen und unsere Kita auf zwei Gruppen erweitern können", kündigt der Kita-Bereichsleiter der Awo, Mario Derks, an. Die eingruppige Kindertagesstätte mit 24 Plätzen, die in der letzten Augustwoche eröffnet wurde, sei eine Übergangslösung.

Der dunkelrote Container im Schulweg, der für die Kita-Eröffnung erweitert wurde, beherbergte schon seit September 2016 eine Großtagespflege mit neun Plätzen. "Zu Beginn des vergangenen Jahres zeichnete sich ab, dass es im Kindergartenjahr 2016/17 nicht genügend Kapazitäten geben würde. Deshalb reagierte die Arbeiterwohlfahrt sofort und hat zunächst mit der Großtagespflege weitere Plätze geschaffen. In den Sommerferien haben wir durch die Containererweiterung am Schulweg 6 dafür gesorgt, dass der Standort alle Anforderungen einer Kindertagesstätte erfüllt", erklärt Derks.

Geleitet wird die Kindertagesstätte von Sozialpädagogin Sabrina Kleinen. Drei Erzieherinnen und eine Vertretungskraft betreuen mit ihr die Kinder. Kleinen ist somit gleich für zwei Standorte der Arbeiterwohlfahrt in Rheurdt zuständig: Sie leitet auch den Awo-Bahnhof an der Bahnstraße in Rheurdt. "Das ist sehr viel Arbeit und kann nicht dauerhaft von ihr geleistet werden", sagt Derks. "Wenn eine neue Leitung für die Kita gefunden ist, wird sie sich wieder hundertprozentig auf die Jugendarbeit konzentrieren können." Auch der Standort wird zum nächsten Kindergartenjahr voraussichtlich ein anderer sein. Neben den Verhandlungen mit dem Investor über das ehemalige Gebäude der Martinus-Schule als neuen Standort, werden Ideen für die Gesamtnutzung ausgearbeitet: "Ein Vorschlag ist, Senioren mit der Kita in der ehemaligen Grundschule unterzubringen, also eine Tagespflege und auch Wohnungen. Das wäre ein gutes Zentrum für Rheurdt, von der Kindheit bis ins hohe Alter wäre alles abgedeckt", sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen, der die Kita am Mittwoch mit Landrat Wolfgang Spreen und Vertretern des Gemeinderates Rheurdt besichtigte. Bis die Pläne der Gemeinde, der Arbeiterwohlfahrt und des Investors umgesetzt sind, werden 17 Kinder von drei bis sechs Jahren aus fünf Nationen, also Deutschland, Syrien, Irak, Armenien und den Niederlanden, weiterhin friedlich gemeinsam toben, spielen und lachen. "Partizipation" nennt sich das Konzept der Kita: "Die Kinder sollen ihren Alltag aktiv mitbestimmen", sagt Derks. "Die Erzieherinnen arbeiten situationsorientiert."

Wer noch einen Kindergartenplatz benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 02845 69703 melden. Sieben Plätze sind noch frei. U3-Kinder können erst nach dem Umzug in die ehemalige Grundschule aufgenommen werden.

(jma)
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