Moers: Awo feiert Aktionstag gegen den Rassismus

Moers: Awo feiert Aktionstag gegen den Rassismus

Jedes Jahr begeht Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt den Tag mit Mitmach-Angeboten und zeigt dabei klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit.

Gestern sorgte der internationale Tag gegen Rassismus am Repelener Awo-Standort Talstraße für regen Besucherandrang. Bereits am Morgen frühstückten die Besucher zusammen. Danach stimmten die Kinder der benachbarten Kita Eichendorffstraße mit einem Lied auf den Tag ein. "Ein offenes Herz kennt keinen Rassismus" war als Slogan auf ihren Schildern zu lesen. "Bei uns findet die Veranstaltung jedes Jahr statt", sagte dazu vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Olga Weinknecht.

Anders strukturiert war gestern allerdings das Mitmach-Angebot an drei verschiedenen Stationen. Besucher konnten dort Stellung beziehen. Beispielsweise zu Vorurteilen und diskriminierenden Äußerungen. Provokant daher Sprüche wie "Arbeitslose sind faul", "Schwarze haben Rhythmus im Blut" oder "Frauen gehören an den Herd". Bei der Diskussion für Toleranz und Respekt herrschte reger Austausch wie auch zu verletzenden Spitznamen. An einer anderen Station malten Kinder. Typisches Element: Kinder halten sich an den Händen und über ihnen scheint die Sonne.

An der letzten Station wurden Selfies gemacht. Die Selbstbildnisse mit einem kernigen Spruch gegen Rassismus werden online gestellt. Hintergrund: Die Aktion verurteilt Rassismus und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt und der Schule wie auch Diskriminierung gegenüber Geflüchteten und Migranten. "Wir zeigen klare Kante gegen den Rassismus. Uns ist es wichtig, an solch einem Tag unsere Position nach außen zu tragen", sagte dazu Michaela Rosenbaum, Awo-Referatsleiterin Bildung, Beratung, Inklusion im Kreis. "Gerade der Stadtteil Repelen ist ein gutes Beispiel, wie das Zusammenleben mit den verschiedenen Nationalitäten klappt."

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Awo-Kreisgeschäftsführer Bernd Kwiatkowski war beeindruckt vom Umfang der Aktion und der starken Beteiligung. Zudem machte er auf den Ursprung des Aktionstages aufmerksam, der 1966 in Erinnerung an das Massaker im südafrikanischen Sharpeville ausgerufen wurde. Am 21. März 1960 hatte die Bürgerschaft gegen Gesetze zur Apartheid friedlich demonstriert. 59 Menschen verloren bei der blutigen Niederschlagung ihr Leben.

Die Selfies sind in den sozialen Netzwerken wie Twitter unter dem Hashtag #awogegenrassismus zu sehen.

(sabi)