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Umsonst und draußen-Festival in Moers: Außenbühne bringt Leben ins Dörfchen

Umsonst und draußen-Festival in Moers : Außenbühne bringt Leben ins Dörfchen

Zum ersten Mal war am Solimare eine Freiluftbühne aufgebaut, vor der Musikfans Bands hören konnten. Bei ihnen stieß das Angebot auf positive Resonanz. Zudem verbesserte es die Atmosphäre im Festivaldorf.

Für den Freitagabend kaufte sich Dietmar Keitsch kein Ticket. Trotzdem genoss der Homberger die Festivalatmosphäre, die vor der Außenbühne im Festivaldorf herrschte. "Hier ist der Eintritt frei", freute er sich über das neue Angebot. "Beim Moers Festival haben immer einige Gruppen draußen gespielt. Auf der neuen Bühne spielen sie jetzt konzentriert an einem Ort." Am Freitagabend hörte er sich das belgische Trio "The Hipster Jugend" an, das Pop, Techno und elektronische Klänge mischt, das Düsseldorfer Quintett "John Wayne on Acid", das Drum'n'Bass und Electronica verbindet, und "Talibam!" mit Ron Stabinsky aus den USA, die mit dem Synthesizern Musik erzeugten. "Die Gruppen waren sehr gut", fand er.

Wie hunderte Zuhörer zeigten, kam das Angebot an, draußen und umsonst Musik zu hören, vor allem Musik von jungen Nachwuchsmusikern. Diese Zuhörer ließen sich kaum zählen, weil viele, die durch das Festivaldorf schlenderten, stehen blieben, um einige Lieder zu hören und dann weiterzugehen. "Die Bühne bringt Leben ins Festivaldorf", meinte Rüdiger Eichholtz. "Die Besucher gucken sich an, was auf der Bühne passiert. Das erhöht die Aufenthaltsqualität - und damit die Atmosphäre im Festivaldorf." Als Moerser Kunstmanager hatte er zusammen mit Kursteilnehmern des Weiterbildungsträgers Fachwerk aus Holzpaletten Sitzmöbel für den Dorfplatz vor der neuen Freiluftbühne gebaut.

Diese war nicht nur elektronischer und improvisierter Musik vorbehalten, wie der Samstag zeigte. Die Künstler besetzten die Pausen zwischen Regentropfen, fingen schon mal eine halbe Stunde vor Plan an, wie Helmut Meier. Der Kabarettist und Liedermacher hatte ein Musikprogramm für Kinder mitgebracht, in dem er mit ihnen im Refrain lautstark eine Rakete mit drei Stufen in die Höhe schießen ließ. 30 Kinder und ihre Eltern waren beim Start dabei. Vor dem Liedermacher hatte die Band Bela Kongo jazzige Blasmusik zum Besten gegeben.

(gott)