Moers: Augen auf beim Eierkauf

Moers: Augen auf beim Eierkauf

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor falsch deklarierten Eiern. Im NRW-weiten Test schloss Moers sehr schlecht ab. Die Auszeichnung entsprach oft nicht den Vorschriften.

Ostern naht und so viele Eier wie sonst nie im Jahr werden in den nächsten Tagen verkauft. In insgesamt acht Städten hat die Verbraucherzentrale NRW nun einen Marktcheck für Hühnereier durchgeführt. Moers landet dabei auf Platz zwei eines Negativ-Rankings - 45 Prozent der Eierangebote wurden beanstandet. Auf dem Wochenmarkt waren es sogar 100 Prozent. Schlechter schnitt nur Münster ab.

Schwarzes Schaf: Wochenmarkt

Den Verbraucherschützern ging es vor allem um eine für den Käufer deutlich erkennbare Herkunftsangabe. Als Hauptproblem entpuppten sich lose verkaufte Markt-Eier. "Wenn lose Eier angeboten werden, muss auf einem separaten Schild erklärt werden, wie man den Code auf der Schale liest. Dazu sind die Händler gesetzlich verpflichtet", sagte Christiane Kunzel, Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale NRW, im Pressegespräch.

Auf den Wochenmärkten in Moers sei dies durchweg nicht der Fall gewesen. Außerdem fehlten in einigen Fällen Mindesthaltbarkeitsdaten, sowie die Herkunftangabe der Eier. Außerdem überraschend: Die meisten stammten aus Kleingruppenhaltung. Dabei haben die Tiere nur minimal mehr Platz als in der in der inzwischen verbotenen, klassischen Käfighaltung. Der Käufer bekomme den Eindruck vermittelt, ihm würden Eier von glücklichen Hühnern angeboten, "dabei greifen die Händler oft auf die kostengünstige Haltungsform zurück", so die Verbraucherzentrale. "Das Image des Wochenmarktes wird missbraucht", so Kunzel.

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Einen besonderen Fund machte man in einem Rewe-Markt in der Grafenstadt. Bei den "Dicken Münsterländern" fehlte auf der Verpackung die gesetzlich vorgeschriebene Angabe der Haltungsform. Außerdem stellte sich heraus, dass der Herkunftsort nicht das westfälische Münster, sondern Bayern war. Die Verbraucherzentrale spricht von einer Irreführung des Konsumenten. Neben Moers führte man die Tests auch in Köln, Düsseldorf und Duisburg.

Mit 21 Prozent Beanstandungen fiel das Ergebnis in Düsseldorf am besten aus. Duisburg ist nach Moers auf Platz drei. Worauf also nun achten beim österlichen Eierkauf? "Auf jeden Fall nur Eier mit Code kaufen", rät Christiane Kunzel. Außerdem sei es ratsam, selbst zu färben. Bereits gefärbte Eier müssen nicht codiert werden.

Das Entschlüsseln des Eiercodes ist auf www.was-steht-auf-dem-Ei.de möglich.

(RP)