Moers: Auf Instrumenten-Pirsch in der Musikschule

Moers: Auf Instrumenten-Pirsch in der Musikschule

Kinder und Erwachsene konnten am Wochenende bis zu 20 verschiedene Instrumente ausprobieren.

Echte Löwen, Giraffen, Nashörner oder Affen gab es nicht, dafür aber viele musikalische Abenteuer auf einer ungewöhnlichen Instrumentensafari. Die Moerser Musikschule hatte wieder zu einer informativen Vorstellung ihres instrumentalen Lehrprogramms in ihr Domizil an der Filder Straße 126 eingeladen. Dabei konnten große und kleine Besucher am Samstag mehr als 20 verschiedene Instrumente kennenlernen und ausprobieren. Ein offenbar gerne angenommenes Angebot, denn schon kurz nach dem Start um 15 Uhr herrschte in den meisten der insgesamt 14 Klassenräume Gedränge, und die Lehrer hatten alle Hände voll zu tun, vor allem den kleinen Besuchern die Klänge und die Handhabung ihrer jeweiligen Instrumente zu erklären.

"Wir haben zwar ein Keyboard zuhause, auf dem unser Sohn auch schon mal ein bisschen klimpert, aber das ist ja noch kein richtiges Spielen", begründete eine Mutter ihren Besuch. "Und wenn das Kind Spaß daran hat, kann man ja auch schon früh mit richtigem Unterricht anfangen."

Der sechsjährige Noel hatte in der Tat großen Spaß am Klavierspielen, während die vierjährige Sophie eher schüchtern vor den schwarzweißen Tasten stand. "Pass auf! Hörst du das? Das ist ein Elefant, der durch den Dschungel stapft", ließ die Lehrerin im rhythmischen Wechsel zwei tiefe Tasten erklingen. "Probier mal! Das kannst du auch." Doch Sophie blieb misstrauisch und musste erst von ihrem Vater überredet werden.

Ganz anders dagegen der kleine Tim. Er hatte zuvor schon mit großer Begeisterung einem Akkordeon ein paar schräge Töne entlockt und zeigte jetzt am Keyboard erneut mit einem strahlenden Lächeln seine vordere Zahnlücke. "Wir möchten gerne, dass unsere Tochter möglichst früh ein Instrument lernt, wissen aber nicht, welches ihr auf Dauer Spaß machen wird. Deswegen sind wir heute hier. Es muss ja nicht immer Klavier oder Geige sein", meinte eine Mutter, deren Tochter gerade ein Saxofon ausprobiert hatte. Offenbar mit wenig Freude, wie man ihr ansah. Vielleicht würde ihr die zwei Räume weiter vorgestellte Querflöte besser gefallen, und so zogen die beiden weiter.

Wie alle anderen Besucher hatten auch sie bei ihrer Ankunft draußen von einem großen Plüschkrokodil eine Liste mit der an diesem Samstag vorgestellten Instrumente erhalten, auf dem sie sich deren Besuch mit einem Stempel bestätigen lassen konnten. Für sechs Stempel gab es dann am Infostand in der Cafeteria ein kleines Überraschungsgeschenk. Darüber hinaus hatten Eltern und Kinder die Möglichkeit, im Konzertsaal des Martinstiftes unter dem Titel "Tierfütterung" drei kurze, instrumentale Schülervorführungen aus den Bereichen Schlag-, Tasten-, Blas-, Zupf- und Streichinstrumente zu erleben. "Toll, was manche schon nach kurzer Zeit können", meinte ein Vater anerkennend, nachdem zum Beispiel der junge Jonas eine Kostprobe seines Könnens auf dem Schlagzeug gegeben hatte.

Wenn die diesjährige Moerser Musikschulsafari auch vor allen von Eltern und Kindern besucht wurde, richtete sie sich dennoch nicht nur an jüngere Interessenten. "Dafür ist es ja eigentlich nie zu spät", meinte eine Dame, die zu den nicht wenigen Senioren gehörte, die auch im Alter noch gerne ein Instrument lernen möchten.

Nähere Informationen zum Angebot der Moerser Musikschule gibt es unter der Rufnummer 02841 1333 oder im Internet unter www.moerser-musikschule.de

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