1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Auf der Geburtsstation im Moerser Krankenhaus Bethanien

Bethanien-Krankenhaus Moers : Auf der Geburtsstation ist jeder Tag Muttertag

Am 5. Mai erblickte der kleine Luca im Moerser Bethanien-Krankenhaus das Licht der Welt. Die Eltern Tanja und Sven Krause erlebten trotz der Corona-Restriktionen eine schöne Geburt. Am Sonntag wird dann gleich Muttertag gefeiert.

Corona hin, Corona her! Der kleine Luca hatte keine Lust mehr, noch länger auf eine Lockerung der staatlich verordneten Kontaktsperren zu warten. Fast drei Wochen früher als geplant erblickte er am 5. Mai im Moerser Bethanien Krankenhaus das Licht der Welt und beschert damit seiner 32-jährigen Mama Tanja Krause aus Duisburg-Homberg am Sonntag ihren ersten Muttertag.

Mutter und Kind sind wohlauf. Auch Vater Sven Krause ist froh, dass mit der Schwangerschaft und der Geburt alles gut verlaufen ist. Er durfte trotz der augenblicklich strengen Schutzbeschränkungen des Bethanien Krankenhauses bei der Geburt seines Sohnes mit dabei sein. Er freute sich am Mittwoch darauf, seine junge Familie schon am Freitag wieder mit nach Hause nehmen zu können. „Nein, richtig große Sorgen haben wir uns wegen einer Corona-Infektion in den vergangenen Wochen nicht gemacht. Wir wussten bereits aus zahlreichen Vorgesprächen mit der zuständigen Kreißsaal-Leiterin Frau Kamp, dass das Risiko für Schwangere und Ungeborene, sich mit dem Virus zu infizieren, sehr gering ist“, erklärte der frisch-gebackene Vater. Eine Erkenntnis, die der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Peter Tönnies, bestätigte.

Ansonsten habe man sich in den letzten Wochen vor dem errechneten Geburtstermin natürlich sehr genau an die strengen Kontaktbeschränkungen gehalten. Darüber hinaus war Anja Krause bereits zuvor wegen vorzeitiger Wehen für kurze Zeit in der Geburtsstation des Bethanien-Krankenhauses stationär behandelt worden und hatte dabei einen „äußerst beruhigenden“ Eindruck von den dortigen Sicherheitsmaßnahmen erhalten.

Was die jungen Eltern dagegen bedauerten, war die Tatsache, dass die Großeltern den kleinen Luca nach der Geburt nicht persönlich, sondern nur über eine Videoschaltung besuchen konnten. „Aber das war okay“, meinte Vater Jens. Trotz Muttertag wolle man es mit den Besuchen der Großeltern auch in der nächsten Zeit erst einmal langsam angehen lassen. Freunde und Bekannte müssten wahrscheinlich noch ein wenig länger warten.

Auch die geplante Rückbildungsgymnastik, die jungen Müttern normalerweise im Bethanien-Krankenhaus machen können, will Tanja Krause in der nächsten Zeit erstmal zu Hause per Video versuchen. Ansonsten wollen die beiden bei schönem Wetter viel mit ihrem kleinen Luca spazieren gehen und ihre gemeinsame einmonatige Elternzeit genießen.

Besondere Muttertagsaktivitäten seien am Sonntag nicht geplant, verraten die jungen Eltern. Einen Kuchen wird es zu dem Anlass jedoch trotzdem geben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geburtsabteilung schenkten den jungen Eltern zum Abschied eine große herzförmige Erdbeertorte. Eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses, auf die sich am Sonntag auch die noch in der Klinik befindlichen Mütter freuen dürfen, obwohl, wie es Barbara Schirner von der Presseabteilung des Krankenhauses nicht treffender hätte formulieren können, in der Geburtsabteilung von Bethanien „eigentlich jeden Tag Muttertag ist“.

Jeden Tag alle Nachrichten zur Corona-Krise in Ihrer Stadt – bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter „Total Lokal“ mit täglicher Corona-Sonderausgabe!