Babyfreundliches Konzept: Anzahl der Geburten im Moerser St.-Josef-Krankenhaus ist gestiegen

Babyfreundliches Konzept: Anzahl der Geburten im Moerser St.-Josef-Krankenhaus ist gestiegen

Im St.-Josef-Krankenhaus in Moers wurden 2017 wieder mehr Kinder geboren. Grund ist laut Krankenhaus ein babyfreundliches Konzept.

Stolz hält Mama Linda Seils im St.-Josef-Krankenhaus ihre kleine Sophie Maria im Bonding-Top. Bonding, das ist der direkte Körperkontakt zwischen Mutter und Kind. Dieser ist für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung. Deshalb haben Mutter und Kind schon direkt nach der Geburt ununterbrochen Hautkontakt, um die Vertrautheit und innige Verbundenheit zu stärken.

"963 Geburten hatten wir im vergangenen Jahr in unserer Geburtsklinik", berichtet Oberärztin Miriam Saxe, "diese Steigerung von fast zehn Prozent zeigt uns, dass unser Konzept babyfreundlich von den jungen Eltern sehr gut angenommen wird."

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Zum babyfreundlichen Konzept gehören darüber hinaus auch Rooming-in und Stillfreundlichkeit. Rooming-in bedeutet, dass Mutter und Kind Tag und Nacht zusammen sind. Ein Säuglingszimmer gibt es im St. Josef-Krankenhaus demnach schon lange nicht mehr. Dafür wurde im vergangenen Jahr das Stillzimmer hell und freundlich renoviert. "Wir haben Stillstühle angeschafft, auf denen es die Mütter beim Stillen sehr bequem haben", sagt Sarah Peters, Leiterin der Elternschule.

Auch die Familienzimmer wurden renoviert. Und seit kurzem gibt es auch zwei Storchenparkplätze direkt vor dem Haupteingang, auf dem die werdenden Eltern, wenn es "ganz besonders eilig" ist ihr Auto abstellen können. Wenn dann wieder Ruhe eingekehrt ist und die Mutter gut versorgt ist, kann das Auto dann in Ruhe an anderer Stelle geparkt werden, damit andere "eilige" Eltern dort parken können. "Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass so viele werdende Eltern in unserem Haus entbunden haben. Im Februar steht die Rezertifizierung unserer babyfreundlichen Geburtsklinik an, und wir sind sicher, dass wir alle Anforderungen der Zertifizierungsbehörde erfüllen", so Oberärztin Dr. Miriam Saxe.

(RP)