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Anklage in Moers: Gewerbsmäßiger Schmuggel

Prozesse in Kleve und Moers : Anklage: Gewerbsmäßiger Schmuggel

Die Beschuldigten sollen 70 Millionen Euro Steuern und Abgaben hinterzogen haben. In einem weiteren Prozess muss sich ein 26-Jähriger aus Moers wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Wegen gewerbsmäßigen Schmuggels in 17 Fällen sowie bandenmäßiger Steuerhinterziehung in vier Fällen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, müssen sich zwei Männer aus Moers und Willich am Dienstag, 20. Juli, vor der Großen Strafkammer, Wirtschaftsstrafkammer, am Landgericht Kleve verantworten. Angeklagt ist auch eine 24-jährige Frau aus Moers. Ihr wird Beihilfe in insgesamt 13 Fällen vorgeworfen.

Laut Staatsanwaltschaft soll der 38-jährige Angeklagte im Auftrag unbekannt gebliebener Hintermänner in der Zeit vom 11. November 2019 bis zum 17. Juni 2020 über den Hafen Antwerpen Zigaretten unversteuert und ohne die erforderlichen Zollabgaben abzuführen, nach Deutschland geschmuggelt und an unbekannt gebliebene Abnehmer weitergegeben haben. In Umsetzung dieses Auftrages soll er den 50-Jährigen als Geschäftsführer eines Logistikunternehmens mit dem Abtransport und der Umladung der in Antwerpen ankommenden Container beauftragt haben. Die 24-Jährige, laut Anklage der Staatsanwaltschaft eine Beschäftigte des beauftragten Logistikunternehmens, soll die beiden Männer bei der Kommunikation mit den Reedereien und durch die Erstellung von Abrechnungen unterstützt haben. Insgesamt sollen hierdurch Einfuhrabgaben und Steuern in Höhe von rund 70 Millionen Euro hinterzogen worden sein. Das Landgericht Kleve hat insgesamt elf Prozesstermine anberaumt.

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Vor der auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Kleve in Moers steht am Montag, 19. Juli, eine Verhandlung gegen einen 26-Jährigen aus Moers wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung an. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte am Morgen des 14. Februar 2020 eine damals 17-jährige Geschädigte in Moers aufgefordert haben, ihm zehn Euro zu übergeben. Als die Geschädigte erklärte, kein Geld zu haben, soll der Mann ein Messer gezogen und ihr damit dreimal oberflächlich in den Hals geschnitten haben. Anschließend soll er sich ohne Tatbeute entfernt haben. Es sind vier Zeugen geladen.