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Moers: Angst-Raum Freizeitpark nachts endlich hell

Moers : Angst-Raum Freizeitpark nachts endlich hell

Jahrelang war der Park im Westen der Innenstadt nur schwach ausgeleuchtet. Die Enni hat jetzt in weiten Teilen des Parks LED-Licht installiert. Die Wirkung ist verblüffend. Weitere Laternen sollen folgen.

Es ist buchstäblich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer bisher den Freizeitpark - die Verlängerung des Moerser Schlossparks in Richtung Südwesten - im Dunkeln betrat, hatte stets ein mulmiges Gefühl. Die Jahrzehnte alten Laternen leuchteten nur schwach, der Park war für viele Moerser ein Angst-Raum. Mit dem gestrigen Tag hat der kommunale Dienstleister Enni Energie & Umwelt GmbH Niederrhein die Installation neuer LED-Leuchten abgeschlossen. 34 Lampen sind neu installiert worden, wie Enni-Sprecher Holger Kleinekort mitteilte. Der Effekt ist verblüffend: Die Wege entlang des Moersbachs und des künstlichen Sees sind wieder taghell.

Nicole Schindler mit Matthias Wussow und Hund Karlos. Foto: Sebastian Peters

"Es gab sporadisch Hinweise über die schlechte Beleuchtung. Wichtig ist uns als Enni, dass nun die Angsträume durch die neue LED-Technik weitestgehend aufgehoben werden konnten und der Schul- und Fußweg aus Hülsdonk in die Stadt besser beleuchtet ist", sagt Enni-Sprecher Kleinekort. Es gebe Überlegungen, auch den übrigen Bereich des Parks umzubauen. Auch im Schlosspark gibt es in weiten Teilen noch die alte schwache Beleuchtung, etwa hinter dem Schloss. "Die frühere veraltete Beleuchtung hatte hohe Energiekosten und schlechte Lichtwerte", sagt Kleinekort. Die alten Lampen benötigten 80 Watt, die neuen nur noch 24 Watt. Dennoch ist die Lichtkraft doppelt so gut: "Jede Leuchte bringt nun über 100 Lumen pro Watt", erklärt der Enni-Sprecher. Die neuen Leuchten sind somit mehr als doppelt so hell.

Andreas Battenstein mit seiner Hündin Elvira. Foto: sep

"Ich bin hier früher nie alleine gelaufen", sagt Nicole Schindler (41). Sie war am Donnerstagabend mit ihrem Partner Matthias Wussow (39) und Hund Karlos im Park unterwegs. "Wir hätten nie gedacht, dass der Austausch von Laternen so einen Effekt haben kann", sagt ihr Begleiter Matthias Wussow. Auch Andreas Battenstein (50) und Hündin Elvira waren am Abend im Park unterwegs. "Ich begrüße diese Maßnahme sehr", sagte Battenstein. Er würde sich freuen, wenn nach und nach der gesamte Park so hell beleuchtet wird. "Jetzt fühlt man sich sicherer, wenn man hier mit den Hunden läuft." Insbesondere die Strecke von Hülsdonk zum Gymnasium Filder Benden im Bereich der Brücke, die jeden Tag von vielen Schulkindern im Dunkeln genutzt wird, solle noch besser ausgeleuchtet werden, fordert Battenstein.

Am Donnerstag war mit dem Umbau begonnen worden, am gestrigen Freitag erfolgte der Austausch weiterer Lampen. Die Kosten für den Umbau liegen bei 12.000 Euro. Die alten Leuchten waren teilweise Kugelleuchten und Kofferleuchten aus den achtziger Jahren und sehr anfällig für Vandalismus. Sie hatten einen hohen Reparaturbedarf durch Ausfall. Die neuen LED-Leuchten seien auch weniger anfällig für Vandalismus, so Kleinekort.

(RP)