Rheurdt/Kreis: An der Littard gibt es für Reiter keine freie Bahn

Rheurdt/Kreis: An der Littard gibt es für Reiter keine freie Bahn

Wegen des neuen Landesnaturschutzgesetzes muss der Kreis Kleve neue Vorschriften für Pferdefreunde erlassen.

Kleve (nik/s-g) Reiter müssen sich im neuen Jahr auf neue Regelungen für Ausritte in den Wald einrichten: Wegen des Landesnaturschutzgesetzes, das das bisherige Landschaftsgesetz ablöst, mussten neue Vorschriften erarbeitet werden.

Es geht darum, festzulegen, auf welchen Wegen Pferd und Reiter sich künftig bewegen dürfen. Ohne Neuregelung würde das Reiten im Wald künftig in allen Waldbereichen des Kreisgebietes ebenso wie auf öffentlichen Plätzen sowie privaten Straßen und Fahrwegen auf eigene Gefahr zulässig sein. "Dabei blieben allerdings die Belange anderer Erholungssuchender, des Forstes, der Waldbesitzer und des Naturschutzes nur unzureichend berücksichtigt", befindet die Kreisverwaltung.

Der Kreis hat in den vergangenen Monaten Gemeinden, Forstbehörden, Waldbesitzer und Reiterverbände mit dem Thema konfrontiert und Stellungnahmen erbeten. Eine der Behörden ist der Staatsforst Xanten, zu dem auch die Wälder an der Littard bei Rheurdt gehören, ein beliebtes Erholungsgebiet für Spaziergänger, Radfahrer und Reiter, sozusagen ein "Hotspot" unter den Waldgebieten mit viel Publikumsverkehr.

  • Kreis Kleve : Freies Reiten im Wald soll verboten bleiben

"Wir haben dort ein sehr gut ausgebautes Wegenetz für Reiter", sagt Förster Christian Pfeiffer. "Daher wird es im Bereich der Littard wohl bei der jetzigen Regelung bleiben." Das heißt: Die Reiter dürfen nicht die Pfade für die Fußgänger benutzen. "Das ist allein schon deshalb nicht ratsam, weil der Schotter, mit dem die Fußwege bedeckt sind, bei nicht beschlagenen Pferde Schmerzen verursacht", erläutert der Förster. Die Spaziergänger sollen aber auch nicht die Wege benutzen, die mit Schildern für die Reiter ausgezeichnet wurden. "Leider werden immer wieder Schilder gestohlen", bedauert Pfeiffer. Und so komme es vor, dass die Wanderer zu Fuß und jene zu Pferd sich begegnen, was nicht immer ohne Reibereien ausgehe, besonders wenn Hunde im Spiel seien oder Mountain-Biker durchs Unterholz preschten.

Neben der Littard soll in diesen Bereichen das Reiten beschränkt bleiben: Reichswald, Sternbusch, Eltenberg, Borghees, Helenenbusch, Geniel, Geldernsche Heide, Holländer See, Schloss Haag, Steprather Heide, Fleuthkuhlen, Asperberg, Tannenbusch, Kalbecker Heide, Schravelnsche Heide, Reichswald, Geldenberg, Vluyn, Buschberge, Hochwald, Blaue Lagune, Kalbecker Heide, Laarbruch.

(RP)