Moers: Amprion verspricht Bürgern Lärmschutz

Moers : Amprion verspricht Bürgern Lärmschutz

Der SPD-Ortsverein Rheinkamp hatte zu einer Besichtigungstour des Meerfelder Umspannwerks geladen. Die Anwohner fühlten sich durch laute Brummgeräusche gesperrt. Der alte Trafo soll ersetzt werden.

Damit die Nachbarn nicht immer lauter knurren, verspricht die Betreiberfirma des Utforter Umspannwerkes, Amprion, das unüberhörbare Brummen der Trafos auf dem Gelände entlang der Liebrechtstraße zu dämpfen.

Eine erste Maßnahme wurde bereits umgesetzt. "Unsere Trafobank 422, unser Sorgenkind, was den Lärm angeht, haben wir in Richtung Meerfeld mit einer Lärmschutzwand bereits im vergangenen August abgeschirmt", erklärte der im Hause Amprion für die Stationen verantwortliche Projektleiter, Berthold Pilz, dem SPD-Ortsverein Rheinkamp anlässlich einer Besichtigung des Umspannwerkes. Der um die Sorgen und Nöte der Bürger und Nachbarn des Umspannwerkes besorgte Ortsverein hatte die Besichtigung veranlasst und die Öffentlichkeit dazu eingeladen.

Da die vom Umspannwerk ausgehende Lärmbelästigung den Menschen in Utfort und Meerfeld auf den Nägeln brennt waren dazu 50 Interessierte gekommen. Die Genossen selbst waren mit 15 Köpfen in der Minderzahl.

Die Amprion-Projektleiter Berthold Pilz und Peter Müller sowie der in der Dortmunder Amprionzentrale für den Umweltschutz zuständige Siegbert Gesang standen den Bürgern, SPD-Mitgliedern, dem stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Reinhard Weichelt sowie dem Ratsherrn Volker Marschmann Rede und Antwort.

Im Mittelpunkt standen die technischen Details der Anlage, deren Aufgabe darin besteht 380 000 Volt über die Schritte 220 000 und 110 000 Volt schließlich auf 20 000 Volt herunterzuspannen, um sie so dem örtlichen Versorger Enni übergeben zu können, der den Strom dann über weitere Stationen in jeden heimischen Haushalt leitet.

Vor allem erläuterte Berthold Pilz geplante Verbesserungen im Bereich der Lärmbelästigung. Bis 2015, versicherte er, werde die aus den 80er Jahren stammende besonders lärmintensive Trafobank 422 durch einen deutlich leiseren einzelnen Trafo ersetzt. "Ist das geschehen, könne wir zusätzlich unser Feld entlang der Liebrechtstraße deutlich zurückbauen. Das bedeutet ebenfalls eine weitere spürbare Entlastung", sicherte er verbindlich zu. Trotzdem mahnten

Stimmen an, dass, gehe es um die Gesundheit der Menschen, Geld keine Rolle bei weiterem Lärmschutz spielen dürfe. Keinen Spaß verstand in diesem Zusammenhang Ratsherr Volker Marschmann. "Wer Lärmgrenzwerte überschreitet, muss das abstellen", forderte er klipp und klar.

Dabei sieht er den Kreis Wesel als zuständige Aufsichtsbehörde in der Pflicht. Ein Langzeitgutachten, fügte er an, bringe die Sicherheit, ob es sich bei dem vorhandenen Brummen nur um eine gefühlt Belästigung oder ein massive Gesundheitsgefährdung handele.

(huk)
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