Moers: Am Michaelturm den Kopf frei kriegen

Moers : Am Michaelturm den Kopf frei kriegen

Die Premiere der mehrtägigen Veranstaltung "Into the Wild" war für das Team der Jugendbildungsstätte ein Erfolg.

Eine neue Veranstaltung ins Leben zu rufen, ist nicht immer einfach. Doch mit der Premiere von "Into the Wild" hat das Team der Jugendbildungsstätte St. Michael ein gutes Gespür gehabt. "Eine gelungene Sache", sagt Organisatorin Anne-Kathrin Leschik über das Wochenende, bei dem die Teilnehmer "auf der Suche nach Freiheit" waren, wie es in der Ankündigung heißt. Zehn Frauen und Männer fühlten sich davon angesprochen. "Von allen haben wir positive Resonanz erhalten", versichert Leschik. Für sie sei dies eine Möglichkeit gewesen, "Zwängen und Freiheiten im Alltag auf die Spur zu kommen."

Die Zielgruppe von "Into the Wild" sind junge Erwachsene bis zum Alter von 35 Jahren, die für ein Wochenende noch einmal die Zeiten von Lagerfeuer und Zelten unterm freien Himmel erleben möchten. "Den Kopf frei kriegen für das, was gerade Platz braucht" sollen die Teilnehmer.

Die Veranstaltung war eine Kooperation des Referats Junge Erwachsene des Bistums Münster und des Michaelturm-Teams. Die Jugendbildungsstätte auf den Schaephuysener Höhen bildet für solche Veranstaltungen einen guten Rahmen. Das großzügige Außengelände mit dem weiten Blick übers Land spricht Naturfreunde an. Es geht bei "Into the Wild" allerdings nicht nur um bloßes Camping. Eine spirituelle Komponente ist dabei. "Wir haben uns beim Erstellen des Programms von den ,Tagen religiöser Orientierung' anregen lassen", sagt Anne-Kathrin Leschik. Die "TRO" finden seit Jahren regelmäßig in der Jugendbildungsstätte statt. So gab es zum Abschluss von "Into the Wild" auch einen Gottesdienst.

Zwar war die Runde der Teilnehmer bei der Premiere noch überschaubar, dafür waren die jungen Erwachsenen nicht nur aus der Umgebung, sondern auch aus Gelsenkirchen oder Münster angereist, um wieder Tuchfühlung mit Mutter Natur und dem eigenen Innenleben aufzunehmen.

Körperliche Tätigkeiten wie eine Wanderung querfeldein (aber mit Karte) oder Bogenschießen standen auf dem Programm von "Into the Wild". Die Teilnehmer seien aber auch angehalten worden, ein Impulsheft mit Fragen und Antworten auszufüllen. Ein Höhepunkt des Wochenendes sei das Erlebnis des Sonnenaufgang gewesen, von der Spitze des Michaelsturms aus, der bei gutem Wetter einen Blick bis ins Ruhrgebiet und in die Niederlande bietet - ein Erlebnis, für das die Gäste das Aufstehen um fünf Uhr morgens gern in Kauf nahmen. "Die gemeinsamen Abende", berichtet Leschik, "wurden gemütlich, am Lagerfeuer mit Blick in die Flammen und gen Himmel zu den Sternen verbracht." Sie ist überzeugt: "Wir werden die Veranstaltung wieder anbieten."

(RP)
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