Moerser wittert „Schikane“ Ärger um Kommunikation mit dem Jobcenter

Moers · Geht es nach dem Wunsch der Behörde, sollen Anliegen künftig möglichst nur noch per Post oder über ein Online-Portal vorgebracht werden. Ein Moerser sieht darin eine Schikane. Warum das Jobcenter seinen Kunden den Kontakt per Mail nicht verbieten darf.

 Symbolbild: Auch andernorts sollen sich Jobcenter geweigert haben, Mails zu bearbeiten.   Foto: Jan Woitas/dpa

Symbolbild: Auch andernorts sollen sich Jobcenter geweigert haben, Mails zu bearbeiten. Foto: Jan Woitas/dpa

Foto: dpa-tmn/Jan Woitas

Daniel B. (Name geändert) ist ratlos und verärgert. „Ich weiß nicht, wie ich mich gegen diese Schikane wehren soll“, sagt der Moerser, der seit mehr als zehn Jahren Kunde des Jobcenters ist. Als er das Jobcenter in Moers jüngst per Mail über Details zum Dezember-Abschlag der Fernwärme informierte und mit der Mail auch Kontoauszüge als Belege mitsandte, erhielt er eine anscheinend automatisierte Antwort. „Leider ist es aufgrund der fehlenden Verifizierung Ihrer Mail nicht möglich, diese datenschutzkonform zuzuordnen“, hieß es in der Mail. Eine Bearbeitung des Anliegens sei nicht möglich. Deshalb solle der Kunde die Unterlagen per Post oder über das Online-Portal Jobcenter.digital einreichen. Es folgte eine Aufzählung der Vorteile des Online-Portals: rund um die Uhr verfügbar, keine Portokosten, keine Wartezeiten, etc.