Moers: Adolfinum ist jetzt "Zukunftsschule"

Moers: Adolfinum ist jetzt "Zukunftsschule"

Zusammenarbeit mit der Martinus-Schule Rheurdt und der Dorsterfeld-Schule Moers dient der individuellen Förderung der Schüler.

Eine Schule gegen Rassismus und für Toleranz ist das Moerser Gymnasium Adolfinum schon länger, seit gestern darf es sich nun auch offiziell als ausgezeichnete "Zukunftsschule NRW" bezeichnen. Hinter der Bezeichnung steht eine vor fünf Jahren gegründete Initiative des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung mit dem Ziel, ein landesweites schulisches Kooperationsnetzwerk für die individuelle Förderung von Schülern und Schülerinnen in verschiedenen Schulformen zu schaffen. In der Regel kooperiert dabei eine sogenannte Referenzschule mit einer oder mehreren anderen Schulen aus der Region, wobei die Kooperationsinhalte sowohl fachliche als auch soziale Schwerpunkte haben können.

Im Augenblick gibt es insgesamt 25 solcher schulischen Netzwerke mit insgesamt 125 angeschlossenen Schulen in NRW. Zu ihnen gehört auch das Moerser Gymnasium Adolfinum, das in diesem Fall eine Kooperation mit der Martinus-Gemeinschaftsgrundschule in Rheurdt und der Dorsterfeld-Gemeinschaftsgrundschule in Moers unterhält.

Ihre gemeinsame Zielsetzung dabei ist es, schulübergreifende Fördermöglichkeiten in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften, sowie zukünftige Konzeptionen zur Medienerziehung zu entwickeln. Dafür wurde den drei Schulen jetzt von der Düsseldorfer Bezirksregierung am Dienstag in der Aula des Moereser Gymnasiums Adolfinum die bereits oben erwähnte Auszeichnung in Form eines Schildes mit der Aufschrift "Zukunftsschule NRW" verliehen.

"Eine für uns besondere Ehre", wie Schulleiter Hans van Stephoudt zuvor in einer kurzen Begrüßungsrede betont hatte, wobei er nicht nur die Auszeichnung meinte. Er und seine Schule waren an diesem Tag nämlich gleichzeitig auch Gastgeber der diesjährigen Regionaltagung des zukunftsorientierten NRW Schulnetzwerkes. Dabei nahmen Vertreter und Vertreterinnen der bereits beteiligten, aber auch erst nur interessierten Schulen zwischen neun und 16 Uhr an einem umfangreichen aus zwei Vorträgen und sechs Workshops bestehenden Informationsprogramm teil. So wurden in den Workshops zum Beispiel Themen wie "Sozialtraining für Jugendliche", "Freiheit, Mitbestimmung und Führung als Motoren für Schulentwicklung", "Gesunder Lern- und Lebensraum" oder "Babywatching zur Steigerung der emotionalen Wahrnehmung" behandelt.

Den ersten der beiden Vorträge hielt gleich zu Beginn der Veranstaltung der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Autor des Bestsellers "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" zum Thema "Erst Entwicklung - dann Bildung", und den zweiten nach der Mittagspause die Schulleiterin der Gesamtschule Barmen Bettina Kubanek-Meis unter dem Titel "Neue Wege entstehen beim Gehen". Dazwischen bestand immer wieder die Möglichkeit zu Diskussionen und natürlich vielen neuen Netzwerkbildungen.

(lang)