Acht Pferde in Rheurdt aus Schlammloch gerettet

Großeinsatz der Feuerwehr : Acht Pferde aus Schlammloch in Rheurdt gerettet

In Rheurdt sind acht ausgebüxte Pferde aus einem Schlammloch gerettet worden. Die Feuerwehr war mit 22 Kräften im Einsatz. Die Pferde seien erschöpft, aber wohlauf, hieß es.

Die gesamte Feuerwehr Rheurdt sowie die Drehleiter der Feuerwehr Neukirchen-Vluyn sind am frühen Donnerstagnachmittag zu einer außergewöhnlichen Tierrettung auf den Bergdahlsweg gerufen worden. Am Islandpferdehof Niederrhein waren elf Pferde ausgebüxt und in eine im Sommer nahezu vollständig ausgetrocknete „Kull“ galoppiert. An einer besonders aufgeweichten und seifigen Stelle verloren die Pferde den Halt und sanken zum Teil tief in den Boden ein. Drei Pferde konnten sich noch mit letzter Kraft retten. Die übrigen acht Tiere drohten immer tiefer einzusinken und waren bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits sichtlich erschöpft.

Unter Mithilfe der Hofbesitzer konnten die ersten fünf Tiere rasch gerettet werden. Drei weitere waren jedoch nahezu bis zum Halsansatz im Schlamm versunken. Schließlich gelang es aber, die Pferde mit Schläuchen und Rundschlingen zu sichern. Rasch grub man die Vorder- und Hinterläufe der Tiere frei und stabilisierte den Boden mit Holzplatten und Decken. Unter Einsatz von Muskelkraft und einem Mehrzweckzug der Feuerwehr wurden die völlig erschöpften Pferde schließlich aus ihrer Zwangslage befreit. Rund 30 Minuten nach der Alarmierung waren alle Tiere gerettet.

Nach erster Einschätzung des Veterinärs konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Der Hengst Gisli fra Skjalatara, sein Sohn Glettingur vom Niederrhein und die anderen tierischen Patienten der Pferdefamilie sind wohlauf. Nach diesem Schreckmoment mussten sich alle Beteiligten zunächst erholen. Die Pferde grasten auf der Weide, die Retter befreiten sich von Schlamm und Dreck und die aufgeregten Besitzer erlangten ihr Lächeln zurück. Überglücklich bedankten sich der Besitzer Matthias Bender und seine Lebensgefährtin Kerstin Seifert bei den Einsatzkräften.

(RP)
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