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Abschlussgottesdienst trotz Corona

Abitur 2020 : Wie die Adolfiner doch noch zu ihrem Abschlussgottesdienst kamen

Die Abiturientinnen und Abiturienten des Adolfinums wollten trotz Corona nicht auf ihren Abi-Gottesdienst verzichten. Kurzerhand wurde die lange geplante Veranstaltung einfach online übersetzt.

Zwölf oder 13 Jahre büffeln, Monate der bangen Konzentration auf die Prüfungen, Sorge, ob sie überhaupt stattfinden können - und dann darf es wegen Corona nicht einmal einen Abschluss mit Abigottesdienst geben?

Das wäre zu traurig gewesen. Und so haben sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer des Adolfinums sowie die Schulpfarrerin Ulrike Krakow und der katholische Kollege, Stadtdechant Herbert Werth, den lange geplanten Gottesdienst einfach online übersetzt. Herausgekommen ist ein Video ganz speziell für die Adolfinum-Abiturienntinnen und -Abiturienten des Jahres 2020.

Aufgenommen haben sie den Film größtenteils in der Stadtkirche Moers. Da zurzeit wegen der Aerosolgefahren Chöre nicht singen können und das Sinfonische Blasorchester mit Blasinstrumenten nicht üben konnte, sind Chor- und Orchesteraufnahmen aus dem Vorjahr in den Film übernommen worden. Sie stellen zugleich eine schöne Erinnerung an gelungene Projekte dar, freut sich Lehrerin Katharina Adams.

Da die Schülerinnen und Schüler einer Generation angehören, die von der Klimaschutzdebatte und der Friday for future-Bewegung geprägt ist, sollte er das Gleichnis vom Senfkorn thematisieren. Darin spricht Jesus von einem Keimling, der aus seiner Unscheinbarkeit heraus groß wird, reiche Ernte bringt, den Vögeln Nistplätze bieten und den Menschen Schatten spenden kann. Das Senfkorngleichnis habe Jesus den Menschen in einer ebenfalls sehr schweren Situation erzählt, berichtet Ulrike Krakow. „Die Liebe Gottes erleben wir vielleicht manchmal nur klein, wie ein Samenkorn, aber sie hat Kraft, in uns zu wachsen. Durch sie können wir mutig und sozial unsere Zukunft gestalten“, erklärt die Pfarrerin in der ökumenischen Predigt und Herbert Werth ergänzt: „Das wünschen wir Euch von Herzen, dass Ihr mit Freude auf Eure Zukunft blickt, in der Raum für Eure Hoffnungen ist. Eine Zukunft, in der Ihr Euch unter Gottes Fürsorge erlebt.“