Abschied von Pfarrer Bratkus-Fünderich in Repelen

Repelener Pfarrer : Abschied von einem, der die Ökumene feiert

Mit einem Freiluftgottesdienst vor der Dorfkirche wurde Pfarrer Uwe-Jens Bratkus-Fünderich in den Ruhestand entlassen.

28 Jahre lang war Uwe-Jens Bratkus-Fünderich Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Moers-Repelen. An diesem Sonntag wurde er in einem ökumenischen Freiluftgottesdienst vor der evangelischen Dorfkirche verabschiedet. Nachdem man dort Tags zuvor noch im Rahmen des diesjährigen Repelener Dorffestes kräftig gefeiert hatte, war der Platz an diesem Vormittag mindestens ebenso gut besucht wie am Vorabend. Und das, obwohl sich Pfarrer Bratkus-Fünderich mit seinen eher weltlichen Kulturaktionen und seinem vehementen Bekenntnis zur Ökumene in der Vergangenheit nicht immer nur Freunde in seiner Gemeinde gemacht hatte.Für seinen katholischen Pfarrerkollegen Heinrich Bösing, der diesen Abschiedsgottesdienst mit ihm zusammen gestaltete, standen dagegen eher die gemeinsam erarbeiteten ökumenischen Erfolge im Mittelpunkt. „Es hat sich viel geändert in unseren beiden Gemeinden“, erklärte er zu Beginn des Gottesdienstes. „Aber, ich denke, das meiste davon war zum Guten.“

Auch Superintendent Wolfram Syben fand in seiner am Ende des Gottesdienstes gehaltenen offiziellen Entpflichtungsansprache nur lobende Worte: „Lieber Jens-Uwe, du hast in deiner Amtszeit stets Gottes Liebe bezeugt und entscheidend daran mitgewirkt, Repelen nach innen und außen groß zu machen. Danke für die Früchte deines Wirkens.“ Anschließende legte er seinem scheidenden Kollegen zum Segen die Hand auf. Eine sehr feierliche Geste, die dieser mit sichtlicher Bewegung entgegen nahm.Ansonsten ging es bei der Verabschiedungsgottesdienst aber eher locker zu. So hatten zum Beispiel die Kinder des gemeindeeigenen Kindergartens mit ihren Eltern und Betreuerinnen ein besonderes Rentnerlied geschrieben und einstudiert: „Für unseren Pfarrer Bratkus ist jetzt Rente da, hurra!“, lautete der Refrain, zu dem anfangs nur sie, dann aber vermehrt auch die Gottesdienstbesucher jedes Mal lachend die Arme in die Höhe rissen.

„Ich danke Gott, dass er mich damals vor 28 Jahren in diese Pfarrstelle geschickt hat“, zog Uwe-Jens Bratkus-Fünderich am Ende selber noch einmal eine kleine Bilanz seiner nun endenden Amtszeit in Repelen: „Tausend Dank an alle, die mich all die Jahre wohlwollenden, manchmal aber auch kritisch begleitet haben.“ Der Verabschiedungsgottesdienst wurde musikalisch vom Gemeindechor und den Repelener Blechbläsern mitgestaltet.

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