Abrechnungs-Probleme mit der Enni gelöst

Bürgermonitor : Abrechnungs-Probleme mit der Enni gelöst

Am 19. Juni hat die RP zum ersten Mal über den Fall berichtet: Ein Mann zieht zum 1. April von Moers nach Neukirchen-Vluyn um, ist Kunde des Versorgungsunternehmens Enni und möchte dies auch bleiben.

Er meldet Strom und Wasser zum neuen Wohnort um, Gas ab. Eigentlich. Doch dann geht alles schief.

Briefe gehen konsequent an die falsche Adresse. Abrechnungen erfolgen aus Sicht des Kunden intransparent, zum falschen Stichtag und mit nicht nachvollziehbaren Beträgen. Die Neuanmeldung wird über Wochen nicht berücksichtigt. Bezahlte Außenstände werden immer wieder angemahnt. Und zum Schluss: ein Guthaben scheinbar nicht ausgezahlt.

Die gute Nachricht ist: Nach einem abschließenden Treffen mit dem Enni-Kundenservice in der Moerser Unternehmenszentrale sind alle Unstimmigkeiten beseitigt, ein Restguthaben ausgezahlt, Transparenz hergestellt.

Auf der Kundenseite sorgte eine Privatinsolvenz zum Februar für Komplikationen beim Ummeldevorgang. Denn mit der Bekanntgabe einer Privatinsolvenz bittet der Insolvenzverwalter auch Versorgungsunternehmen – in diesem Fall: die Enni – um Abrechnungen der Verbrauchskonten. Nur so kann ein vollständiger Überblick über Außenstände erzielt werden. Dass Ummeldung und außerplanmäßige Abrechnung durcheinander liefen, haben aber weder Hotline noch das Moerser Kundencenter dem Kunden kommuniziert. Dass einmal Abrechnungen eines völlig fremden Kunden im Enni-Umschlag steckten und dass zwischen Rechnungsdatum und dem Datum des Poststempels manchmal mehrere Tage lagen, erklärt die Enni damit, dass sie die Rechnungen zwar erstellt und ausdruckt, den Versand aber an einen Dienstleister ausgelagert hat.

Auf der Seite der Enni kam hinzu, dass in den ersten Monaten dieses Jahres plötzlich viele tausend Neukunden im Netz die Enni-Angebote buchten. Mittlerweile habe man die Kapazitäten im Kundencenter aufgestockt – doch eine Zeit lang stellte der unerwartete Ansturm die Enni vor Abwicklungsprobleme.

Nun aber sind die letzten Unklarheiten beseitigt, der Kunde hat keine Fragen mehr. Mehr noch: Er hat sich als Test-Kunde angeboten, um Verbesserungen und Neuerungen im Enni-Kundenservice zu testen.

Fazit: Problem gelöst.