60 Jahre: Evangelische Kita feiert Jubiläums-Fest

Evangelische Kita feiert : Kindergarten Hochstraß wird 60 Jahre

Die evangelische Gemeinde, Trägerin der Kita, feiert am Sonntag mit Gottesdienst und Kinderfest.

Stolze sechs Jahrzehnte verbucht der evangelische Kindergarten im  Moerser Stadtteil Hochstraß. Anlass genug, ein Fest mit Kindern, den Eltern, Freunden und den Nachbarn an der Katzbachstraße am Sonntag, 1. Juli, zu feiern. Um elf  Uhr beginnt das Fest im Kindergarten mit einem Freiluft-Gottesdienst.

Der Kindergarten stammt aus der Zeit, als noch der Bergbau in Moers boomte. „In den Siedlungen lebten viele Mädchen und Jungen, so dass ein Kindergarten dringend nötig war“, sagt dazu Einrichtungsleiterin Isabell Barmscheidt. Dem evangelischen Träger, der Kirchengemeinde Hochstraß, stellte die Rheinpreußen AG ein Grundstück zur Verfügung. 43 Kinder erlebten im Jahr 1958 den Start des Kindergartens.

„Damals gab es hohe Gruppenstärken“, sagt Isabell Barmscheidt. Die Kindergartenwelt hat sich seither verändert. Von der reinen Betreuung ist der Kindergarten zur Bildungsinstitution geworden. „Wir bieten Sprachförderung und Bewegung an“, sagt die Einrichtungsleiterin. So gab es zum Beispiel bereits eine Sportwoche mit Sportfest. Zu erinnern ist auch an ein Fußball-Turnier der Katzbach Kickers.  Auch ihren grünen Daumen können die Kindergartenkinder entdecken. Seit Mitte Mai gibt es einen Gemüseacker. Die Kinder freuen sich schon jetzt auf die erste Ernte. „Das Außengelände bietet für solche Aktionen jede Menge Möglichkeiten. Wir haben über die Ackerdemia in Potsdam Anleitung“, so die Einrichtungsleiterin.

Die Arbeit mit den Kindern ist nach dem situationsorientierten Ansatz ausgerichtet. Kinder lernen früh, Entscheidungen zu treffen. Die direkte Nähe zur Kirche ist gegeben, Pfarrer Höhne ist regelmäßiger Gast.

Auch Krisen kennt die Einrichtung an der Katzbachstraße. Beispielsweise 2011, als der Kindergarten  vor finanziellen Problemen stand, Eltern auf große Unterstützung aus der Bevölkerung bauen konnten. Eine starke Kirchengemeinde meldete sich zu Wort. „Ein Stück Heimat für Eltern und Kinder wäre verloren gegangen“, sagt Isabell Barmscheidt. 2013 erfolgte der Umbau zu einer modernen Einrichtung, die heute 60 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren besuchen. Dass die Kita beliebt ist, der Bedarf da ist, lässt sich an der Warteliste ablesen. „Wir sind ausgebucht und haben eine lange Warteliste“, so die Leiterin.