Moers: 500 000 Euro mehr für die Festivalhalle

Moers: 500 000 Euro mehr für die Festivalhalle

Die Theaterhalle am Solimare kann in einem Zug zur Festivalhalle umgebaut werden. Der Bund gibt dafür einen Zuschuss von einer halben Million Euro. Die Bauarbeiten starten im September. Fertigstellung soll April 2014 sein.

Ulrich Greb, Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, brachte es gestern so auf den Punkt: "Heute ist ein guter Tag für die Kultur in Moers." In einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit gelang es Politikern aus Moers und Berlin, Kulturstaatsminister Bernd Neumann von einem finanziellen Engagement für das Moerser Bauprojekt am Solimare zu überzeugen. Der Bund unterstützt den Umbau der Theaterhalle zur Konzerthalle mit einem einmaligen Zuschuss von 500 000 Euro. Diese Förderung ermöglicht es der Moers Kultur GmbH, die zunächst zwei geplanten Bauabschnitte nahtlos hintereinander zu realisieren.

"Es war eine konstruktive Teamarbeit von vielen Beteiligten", freute sich Kulturdezernent Hans-Gerhard Rötters, der mit Ulrich Greb in Moers den Weg ebnete. In Berlin waren es Siegmund Ehrmann (SPD) und Otto Fricke (FDP).

Die Vorbereitungen für den Umbau sind angelaufen. Der erste Bauabschnitt, der die Theaterhalle für das Moers Festival, für Comedy Arts und andere Kulturveranstaltungen ertüchtigen soll, wird vom Land NRW gefördert. Wie Architekt Bodo Marciniak mitteilte, steht das Ausschreibungsverfahren kurz bevor. Die Arbeiten sollen im September starten. Der zweite Bauabschnitt, der vor allem energetische Maßnahmen zum Brand-, Schall- und Wärmeschutz vorsieht, sollte ursprünglich zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.

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"Wir hätten die Halle für ein halbes Jahr nicht nutzen können. Es ist auf jeden Fall die sinnvollere Lösung, beide Bauabschnitte zusammenzufassen", betonte Greb. Eine ineinander verzahnte Realisierung der Bauabschnitte eröffne der Moers Kultur GmbH als Bauherrin sowohl wirtschaftliche als auch zeitliche Vorteile. "Eine zweistufige Bauphase ist immer mit einem Kostenrisiko verbunden", erklärte Marciniak. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf 538 000 Euro. Die gesamte Umbaumaßnahme mit beiden Bauabschnitten kostet 2,2 Millionen Euro. "Wir sind zuversichtlich, dass sich keine Kostenüberschreitungen ergeben."

Architekt Bodo Marciniak hat für die Theaterhalle eine Lösung entwickelt, die den Einbau einer Sprenkleranlage verzichtbar macht. Die Halle erhält eine schalenartige Konstruktion, die von einer Gabelstütze gehalten wird. "Diese Stütze erinnert ein wenig an die Zeltkonstruktion", berichtete der Architekt. Die fertig gestellte Theaterhalle soll für unterschiedlich große Veranstaltungen von 500 bis 2000 Zuschauer genutzt werden.

Die Szenenfläche kann in den Raum hinein verschoben werden. Außerdem bekommt das Gebäude, das ursprünglich Tennishalle war, einen Heizungsraum, eine Lüftungszentrale und ausreichend Sanitärräume, so das keine WC-Wagen benötigt werden.

(RP/rl)
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