Rheurdt: 31 artenreiche Gärten ringen um die Rheurdter Öko-Krone

Rheurdt : 31 artenreiche Gärten ringen um die Rheurdter Öko-Krone

Anmeldefrist zum Wettbewerb endete am 31. Mai. Nun haben die Juroren bis Ende August das Wort.

Die Besitzer von 31 Gärten aus allen Teilen der Gemeinde nehmen teil am Wettbewerb "Artenreiche Gärten im Ökodorf Rheurdt". Diese Zahl nannte Dietmar Schäfers von der zuständigen Projektgruppe, nachdem die Anmeldefrist am 31. Mai geendet hatte. Noch im Juni und im August wird die Projektgruppen jeden Garten besuchen und anhand einer Checkliste bewerten, was die jeweiligen Inhaber für den Artenreichtum tun. Am Ende sollen zehn Gärten mit einer Plakette und jeweils 100 Euro ausgezeichnet werden. Das Preisgeld wurde jeweils zur Hälfte von der Gemeinde Rheurdt und den Grünen gespendet.

Es geht weder den Organisatoren noch den Teilnehmenden ums Geld. "Wir möchten mit unserem erstmalig ausgelobten Wettbewerb zeigen, was jeder einzelne gegen das allseits beklagte Artensterben tun kann", sagte Schäfers. Selbst etwas tun — anstatt die Verantwortung auf Chemiemulti oder Landwirte abzuschieben: Mit dieser Grundidee waren ein Freundeskreis aus Rheurdt und der Verein für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen angetreten. Auf der Pfingstkirmes in Rheurdt seien die Mitglieder der Projektgruppe mehrfach auf die Liste mit beispielhaft aufgeführten Kriterien angesprochen worden. Viele Bürger hatten diese offenbar als eine Art Mindestanforderung missverstanden.

"Da müssen wir sicherlich in der Kommunikation noch besser werden", überlegte Schäfers selbstkritisch. Auch für die Projektgruppe sei es schließlich das erste Mal, dass sie solch einen Wettbewerb betreue. Die Gartenbesitzer selbst konnten auswählen, wann sie nun von der Jury besucht werden. Offenbar haben sich die meisten Teilnehmenden einen Durchgang bereits im Juni gewünscht. Möglicherweise geht es mit der Bewertung deshalb schon in dieser, spätestens aber in der nächsten Woche los.

Um den Aufwand in einem realistischen Rahmen zu halten - aber auch um niemanden zu übervorteilen, will die Projektgruppe jeden Garten einem straff organisierten Besuch unterziehen. "Eigentlich müsste man mit 15 bis 20 Minuten pro Garten auskommen", schätzt Dietmar Schäfers. Allerdings gilt auch hierbei: Noch hat niemand der Beteiligten Erfahrungen als Garten-Juror gesammelt. Nach Abschluss der Gartenbesuche will die Projektgruppe zeitnah ihre Entscheidungen bekannt geben.

(RP)