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Rheinische Post Aktion Gemeinsam Helfen: 100.000 Euro für I.S.A.R. gesammelt

Rheinische Post Aktion Gemeinsam Helfen : 100.000 Euro für I.S.A.R. gesammelt

Rund 1000 RP-Leser und Volksbank-Kunden gaben Geld für die Philippinen-Hilfe der Duisburger Rettungsstaffel.

Alltäglich ist eine Spende in dieser Höhe für Daniela Lesmeister, Vorsitzende von I.S.A.R. Germany, nicht. 100.000 Euro — so viel Geld bekommt die Hilfsorganisation I.S.A.R., die bekanntlich in Duisburg ihren Sitz hat, aus der Aktion Gemeinsam helfen von Rheinischer Post und Volksbank Niederrhein. Das Geld fließt in den Einsatz auf den von Taifun Haiyan zerstörten Philippinen, aber auch in zukünftige Einsätze.

Denn: "Wir haben Zelte, Feldbetten und medizinisches Equipment auf den Philippinen gelassen, das muss alles wieder aufgestockt werden", sagt Lesmeister. Ihre Organisation finanziert sich aus Spenden, und ein Einsatz wie der aktuelle auf den Philippinen verschlingt immense Summen. "Damit sicher ist, dass wir bei der nächsten Katastrophe binnen sechs Stunden losfliegen können, brauchen wir Geld", sagt Lesmeister.

Vor drei Wochen haben RP und Volksbank Niederrhein dazu aufgerufen, die Helfer von I.S.A.R. Germany mit Spenden zu unterstützen. Ehrenamtler vom gesamten Niederrhein waren in die von dem tropischen Wirbelsturm zerstörten Landstriche gereist, um dort das Elend etwas zu lindern.

Es war das Gefühl, dieses Elend kaum mit ansehen zu können, das bei Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, den Anstoß dazu gab, mit der RP die Aktion "Gemeinsam helfen" ins Leben zu rufen. Die Bank verzichtete auf alle Weihnachtsgrüße an Kunden, die Mitarbeiter beteiligten sich mit mehr als 6000 Euro, von den rund 1000 Einzelspendern sind etwa 750 Kunden der Bank. "Wir sind sehr stolz darauf, dass sich unsere Mitarbeiter und Kunden so engagieren", sagt Lohmann.

Dass so viel Geld zusammenkommen würde, damit hatte der Banker dennoch nicht gerechnet: "Diese Summe ist schon ganz großartig." Auch Jürgen Stock, Redaktionsleiter der Rheinischen Post in Moers, ist begeistert von der großen Spendenbereitschaft: "Das ist ein Zeichen der Wertschätzung für die I.S.A.R.-Mitarbeiter und zeigt, dass man auch im Kleinen Großes und Gutes bewirken kann." Immer wieder ist Lohmann in den vergangenen Wochen auf die Aktion angesprochen worden, vermutlich auch, weil I.S.A.R. in der Region verwurzelt ist: Die Organisation hat ihren Sitz in Duisburg, viele Einsatzkräfte kommen vom Niederrhein, von der Leitstelle in Moers wurde der Einsatz koordiniert. Rund um die Uhr war die Zentrale an der Essenberger Straße besetzt.

Alle I.S.A.R.-Mitarbeiter nehmen unbezahlten Urlaub für Katastrophenzeiten wie diese — aus Überzeugung. Aber: Ohne Geld funktioniert es nicht, sagt Lesmeister: "Deshalb bin ich sehr froh über diese Spende", sagt Daniela Lesemeister.

(RP)