1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Zweitwohnung: Studenten müssen bald zahlen

Mönchengladbach : Zweitwohnung: Studenten müssen bald zahlen

An der Hochschule Niederrhein studieren mehr als 10.000 Menschen, davon ein großer Teil in Mönchengladbach. Viele von ihnen scheuen den Weg nach Hause und beziehen in der Stadt eine Wohnung. Das gängige Prinzip dabei: Sie behalten ihre Bleibe zu Hause und melden ihr Zimmer in Mönchengladbach als Zweitwohnsitz an. Dies hatte bislang keine finanziellen Folgen. Wenn der Rat zustimmt, wird sich dies ab 1. Januar ändern. Wie viele andere Städte auch, erhebt die Stadt dann eine Zweitwohnungssteuer. 17.000 Menschen mit Nebenwohnung in Gladbach könnten betroffen sein.

Ein neuer Weg, um abzukassieren? Nein, sagt Stadtkämmerer Bernd Kuckels. Er verweist zum einen auf Aachen, Essen, Köln, Wuppertal und Dortmund, die eine Zweitwohnungssteuer erheben und Sätze zwischen zehn und zwölf Prozent der Jahres-Nettokaltmiete berechnen. Zum anderen hat die Steuer einen wichtigen Nebeneffekt: Je mehr Bürger in einer Stadt mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, um so höher sind die so genannten Schlüsselzuweisungen des Landes. NRW überwies der Stadt in diesem Jahr pro Einwohner rund 300 Euro als Zuschuss.

Die Stadt macht folgende Rechnung auf: Wenn 750 Menschen diese Steuer bezahlen, kommen bei einer durchschnittlichen Jahres-Nettokaltmiete von 2400 Euro und einem Steuersatz von zehn Prozent 180.000 Euro jährlich in die Kasse. Wenn weitere 2000 Menschen außerdem Mönchengladbach zu ihrem Hauptwohnsitz machen, bringt das weitere 600.000 Euro im Jahr. Von diesem Gesamtbetrag von 780.000 Euro müssen aber rund 130.000 Euro wieder abgezogen werden. Denn diese Steuerart ist mit erheblichem Aufwand verbunden, und das sorgt für zusätzliche Personal- und Sachkosten.

  • Friedhelm Funkel und der 1. FC
    „Glaube, dass es erlaubt ist“ : Köln drückt am letzten Spieltag Gladbach die Daumen
  • Marco Rose bei Gladbachs 0:6 bei
    Letztes Heimspiel für den Trainer : Was von Rose in Mönchengladbach bleibt
  • Die Zuschauer fehlen. Wenn die Inzidenzzahlen
    Themenwoche Kultur und Bildung : Mönchengladbachs Kultur ist gut aufgestellt

Pikant: Diese Steuereinnahme hatte das Rödl-Gutachten vorgeschlagen, das CDU und FDP gefordert und SPD und Grüne bekämpft hatten. Jetzt stimmten die einstigen Gegner für diese Steuer, während die CDU sie ablehnt.

(RP)