Mönchengladbach: Zwei neue Kindergärten für den Osten

Mönchengladbach: Zwei neue Kindergärten für den Osten

An der Wilhelm-Elfes-Straße in Hardterbroich-Pesch und in Giesenkirchen-Mitte sollen zwei neue Kindergärten entstehen. Dies wurde jetzt in der Bezirksvertretung Ost bekannt. Für beide Projekte gibt es demnach bereits Interessenten, sowohl Investoren als auch Träger. Die neue Einrichtung in Hardterbroich-Pesch soll ein Waldkindergarten werden – ein Angebot, das es in der Stadt bisher nicht gibt. Für den Neubau einer dreigruppigen Kindertagesstätte in Giesenkirchen gilt die Kreisbau als möglicher Investor, Hephata soll Träger werden.

Volker Schaffrath vom Jugendamt stellte die Pläne jetzt den Bezirkspolitikern vor. Er führte zunächst aus, dass die Versorgungsquoten (89,8 Prozent bei Plätzen für Kinder zwischen drei und sechs Jahren, 21,4 Prozent bei der U3-Betreuung) im Stadtbezirk Ost aktuell noch deutlich unter den Zielwerten (95 bzw. 35 Prozent) liegen. Bis zum Kindergartenjahr 2020/2021 wird ein Defizit von 29 Betreuungsplätzen bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren und von 38 U3-Plätzen prognostiziert – außer, es kommen neue Einrichtungen hinzu.

Als Standort für den Neubau wird das nicht mehr benötigte Schulgelände an der Kleinenbroicher Straße favorisiert. Geplant ist demnach, die auf dem Schulhof befindlichen Pavillons abzureißen und das Hauptgebäude anders zu nutzen. Alternativ hat die Verwaltung auch überprüft, ob Hauptgebäude und Pavillons saniert und für eine Kita-Nutzung umfunktioniert werden könnten – auch das wäre möglich. Favorisiert wird jedoch der Neubau. Zusammen mit dem Waldkindergarten entständen so 36 neue Plätze für Drei- bis Sechsjährige und 24 neue U3-Plätze.

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Den Waldkindergarten will der Verein "Waldkindergarten PfifferLinge" in einem Waldstück nahe dem Kinder- und Familienzentrum Pfiffikus eröffnen. Die Basisstation – ein Holzhaus oder Bauwagen – soll auf einer Fläche von 190 Quadratmetern gebaut werden, die aus dem Spielplatz Wilhelm-Elfes-Straße herausgeschnitten wird. Der Träger, der in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. September noch als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt werden muss, sei "sehr ambitioniert, das zeitnah zu realisieren", sagte Schaffrath. Der Verein, der eine Kooperationsvereinbarung mit der benachbarten Kita Wilhelm-Elfes-Straße 27 abschließen will, übernehme die Kosten für die Verkleinerung des Spielplatzes. Für diese gaben die Bezirkspolitiker grünes Licht.

Doch selbst wenn beide Maßnahmen umgesetzt werden, sei der Aufbau mindestens einer weiteren Lena-Gruppe im Osten nötig, um die Versorgungslücke zu schließen, sagte Schaffrath.

(RP)
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