Zwei Demos für den Klimaschutz in Mönchengladbach

Demos in Mönchengladbach : Zwei Demos für den Klimaschutz in Gladbach und Rheydt

Auf dem Rheydter Marktplatz besetzten junge Umweltaktivisten einen Baum, in Mönchengladbach zogen sie vom Hauptbahnhof zum Alten Markt.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, hallte es am Freitag durch die Stadt. Auf dem Rheydter Marktplatz versammelten sich am Vormittag rund 400 junge Umweltaktivisten ausgerüstet mit Plakaten, Schlachtrufen und einer gemeinsamen Überzeugung: „Bis hierhin und nicht weiter!“

„Wenn die Erde eine Bank wäre, hättet ihr sie längst gerettet.“ Und: „Make the world green again.“ Das stand auf den selbst gemalten Plakaten, mit denen die Schüler in Mönchengladbach demonstrierten. Ähnlich sah es in rund 2000 Städten in über 110 Ländern auf allen Kontinenten aus. In der ganzen Welt waren junge Umweltaktivisten am Freitag auf der Straße. Es wurden kurze Reden gehalten und Forderungen gestellt – an die Politik, an die Wirtschaft und an die Mitbürger.

„Man kann schon mit kleinen Dingen enorm viel für die Umwelt tun“, weiß bereits der 13-jährige Felix von Gymnasium an der Gartenstraße. Aus seiner Schule waren gleich mehrere Klassen dabei, ihre Lehrer veranstalteten einen sogenannten „Unterrichtsgang“ zur Demo. Symbolisch wurde von volljährigen Streikenden ein Baum am Rheydter Rathaus besetzt – „weil jeder Baum zählt“.

In Mönchengladbach fanden am Freitag gleich zwei Demonstrationen für den Klimaschutz statt. Am Nachmittag zogen vom Gladbacher Hauptbahnhof rund 150 Demonstranten die Hindenburgstraße hoch – und das im strömenden Regen. Auf dem Weg riefen die Demonstranten immer wieder ihre Forderungen. Die Szenerie erweckte Aufmerksamkeit bei den Besuchern der Innenstadt, schnell wurden Smartphones gezückt und Fotos und Videos gemacht.

Auf dem Sonnenhausplatz legten die Teilnehmer trotz des Regens einen kurzen Halt für eine Rede der 14-jährigen Mitorganisatorin Christina Schliesky ein. Darin betonte die junge Umweltschützerin noch einmal die Forderungen, die man an die Politik stellt – auf kommunaler wie auf Bundesebene.

Die Veranstaltungen verliefen insgesamt friedlich und ohne Zwischenfälle ab. Schließlich sei man nicht gekommen, um zu zerstören, sondern um zu erhalten, lautete der allgemeine Konsens. Für die meisten wird der Kampf für einen bewussteren Umgang mit der Umwelt auch an den kommenden Freitagen weitergehen.

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