Mönchengladbach: Zweckerträge stützen Volksverein

Mönchengladbach: Zweckerträge stützen Volksverein

In Zeiten sinkender Arbeitslosigkeit wird es für jene, die eine schlechte oder gar keine Ausbildung genossen haben, immer schwieriger, eine Arbeitsstelle zu finden. Der Volksverein Mönchengladbach unterstützt seit vielen Jahren die Integration in den Arbeitsmarkt. Essentiell dafür ist heutzutage die Computer-Technologie und das Wissen, diese zu benutzen. Denn kaum eine Bewerbung wird heute nicht am Computer geschrieben und über das Internet verschickt. Die Stadtsparkasse hatte 10.000 Euro aus den Zweckerträgen der hauseigenen Aktion "Prämien-Sparen" an den Volksverein gespendet, der diese in die eigene Infrastruktur investiert hat.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Computerraum des Volksvereins wurde komplett modernisiert. Zehn neue Computer ersetzen nun die "alten Kästen, die sich am Ende nur noch aufgehangen haben", sagt Wilfried Reiners, Geschäftsführer des Volksvereins, bei der Präsentation. Warum das Geld gerade in die Computer geflossen ist, erklärt er dabei auch: "Jeden Montag veranstalten wir das so genannte Job-Café. Dabei können die Arbeitssuchenden hier ihre Bewerbungen und Lebensläufe schreiben und verschicken", so Reiners. Viele der Arbeitslosen hätten sonst überhaupt keinen Zugang zu dieser Technologie. "Hier bekommen sie die Möglichkeit, sich auf eine potenzielle Arbeitsstelle zu bewerben." Für diejenigen, die keine Erfahrung im Umgang mit dieser Technologie haben, werden auch PC-Grundkurse angeboten. "Es lohnt sich immer, in Menschen und deren Zukunft zu investieren", ist sich Reiners sicher.

Burkhard Wingerath, Leiter der Sparkassen-Filiale am Alten Markt, schätzt vor allem die Zusammenarbeit der beiden Organisationen. "Der Volksverein übernimmt eine große Aufgabe in der Gesellschaft zugunsten des Gemeinwohls. Das wollen wir unbedingt unterstützen", betont Wingerath. Bei der Aktion "Prämien-Sparen" können Kunden mit einem Los an einer Lotterie teilnehmen. Ein Teil des Los-Geldes fließt dann in einen Topf für wohltätige Zwecke in der Region. "Es ist ein schönes Projekt und kommt denen zugute, die nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen", so Wingerath. Zudem wolle er nicht einfach nur den Scheck überreichen. "Mir ist es wichtig zu sehen, was damit passiert und wie den Menschen in der Stadt damit geholfen wird."

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Reiners zeigte sich im Namen des gesamten Volksvereins dankbar. Der Verein sei nämlich auf finanzielle Unterstützung anderer angewiesen, um die Arbeit zugunsten der Bedürftigen aufrechterhalten zu können. Auf die Frage nach den nächsten Projekten antwortet er mit einem Schmunzeln: "Ja, Pläne für neue Projekte sind vorhanden." Schließlich gebe es immer etwas zu tun. Näheres wolle er aber noch nicht verraten.

(RP)