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Mönchengladbach: Zum Kirchenkonzert Steine mitbringen

Mönchengladbach : Zum Kirchenkonzert Steine mitbringen

Konzertreihe "Musik zur Marktzeit" wird ausgebaut: Zukünftig gibt es an jedem Samstag ein Konzert in der Citykirche. Der Eintritt ist wie bisher frei. Und am 13. September gestaltet das Art Ensemble NRW wieder eine "Nachtmusik".

In der Stadt gibt es zwei große Marktplätze, der Rheydter ist gerade attraktiv hergerichtet worden. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu stehen Kirchen. Und so gibt es seit Jahren sowohl in Gladbach als in Rheydt Konzertreihen, die Besucher einladen, samstagmittags nach erledigten Einkäufen noch eine halbe Stunde lang Musik live in der Citykirche am Alten Markt oder in der evangelischen Hauptkirche Rheydt zu hören. Diese Marktmusik war und ist seit jeher kostenfrei.

In der Citykirche wird das Angebot - bisher gab es monatlich eine "Musik zur Marktzeit" - stark erweitert. "Wir werden künftig jeden Samstag Musik zur Marktzeit anbieten", informiert Annette Diesler von der Cityseelsorge. Und an jedem dritten Samstag im Monat wird es im Anschluss an den halbstündigen Vortrag für die Besucher sogar Getränke geben, ergänzt Dieslers Kollege Hans-Willi Hauser. "Die Marktmusik findet sehr viel Anklang", hat er festgestellt; dies habe das Team bestärkt, mehr davon anzubieten.

Die zuständigen beiden Kirchenmusiker, Münsterkantor Klaus Paulsen und sein Kollege Heinz-Josef Clemens, sehen das genauso, und so wird es künftig allwöchentlich den festen Termin 12 Uhr in der Citykirche geben. "Bei der letzten Marktmusik vor den großen Ferien hatten wir 160 Menschen in der Kirche", erinnert sich Klaus Paulsen. Er und Clemens werden einen Teil der Programme selbst bestreiten, aber auch anderen, überwiegend jungen Musikern im Chorraum der Kirche ein Forum geben. Das Fundament bilde dabei die von der Hardter Orgelbaufirma Martin Scholz restaurierte Fischer-Orgel, ansonsten gebe es wechselnde Besetzungen unter der Rubrik "Orgel plus . . .", Liedermatineen und Chorkonzerte.

Zum Auftakt der Reihe in neuem Gewand spielen am Samstag, 13. September, 12 Uhr, Walter Maaßen und die Borderland Jazzband ein unterhaltsames Jazzprogramm. Paulsen ist sich sicher, dass gerade bei diesem Auftakt die Darbietungen deutlich länger als 30 Minuten in Anspruch nehmen werden.

Das nächste kirchenmusikalische Glanzlicht verspricht die "7. Gladbacher Nachtmusik" zu werden. Der Komponist und Dirigent Miro Dobrowolny (55) leitet das Programm mit drei Konzertblöcken, das am Samstag, 13. September, 20.15 Uhr, beginnt. Dabei wird ausschließlich Neue Musik erklingen, auch Uraufführungen erwarten die Besucher. Den Auftakt des Konzerts mit dem Motto "Elemente!" übernimmt das von Dobrowolny geleitete Art Ensemble NRW, auch eine Suite von Dobrowolny wird aufgeführt. Und das Stück "Elemente" von Theodor Pauß erlebt seine Uraufführung.

Den zweiten Abschnitt gestaltet das in London ansässige "Rarescale Ensemble". Im dritten Teil spielen die Pianisten Theodor Pauß und Jan Gerdes. Gegen 21 Uhr formiert der Dirigent aus dem Kreis der Besucher einen Improvisationschor. Dazu soll jeder Gast zwei Steine mitbringen, die er dann als Klangerzeuger einsetzt. Die Nachtmusik wird gegen 23.30 Uhr ausklingen.

(RP)