Mönchengladbach: Ziegenbock Max in Holt gestohlen

Mönchengladbach: Ziegenbock Max in Holt gestohlen

Die zutraulichen Bergziegen auf dem Hof an der Aachener Straße waren für Kinder aus der Nachbarschaft immer ein beliebtes Ziel. Doch jetzt kamen Diebe und nahmen den Ziegenbock Max zusammen mit sechs Hühnern mit.

Laura Ismet hat vor drei Jahren den Hof ihres Opas übernommen. Der Großvater hielt schon Ziegen und Hühner, seine Enkelin führte die Tradition fort. Auf dem eingezäunten, großen Grundstück an der Aachener Straße lebten mit der Familie: Bergziegenbock Max und Ziege Heidi sowie ein halbes Dutzend Legehühner. Die zutrauliche Tierschar freute auch die Nachbarskinder. Denn die kamen öfter einmal mit Äpfeln vorbei und fragten, ob sie Max und Heidi füttern dürften. Laura Ismet ließ dies gerne zu.

Auch sechs braune Hühner wurden von den Dieben mitgenommen. Einige Tiere sind schon so alt, dass sie keine Eier mehr legen. Foto: Ismet

Doch seit Donnerstag ist alles anders. Denn am Donnerstag verschwand Max und mit ihm sechs braune Hühner. Als Laura Ismet von Besorgungen nach Hause zurückkehrte, war das Gartentor aufgebrochen und der Zaun zum Gehege niedergedrückt. "Ich habe zuerst die Ziege Heidi schreien gehört und bin dann nach draußen gelaufen", berichtet Laura Ismet. Schnell war klar, dass Max und die Hühner offenbar gestohlen worden waren. Vor lauter Aufregung und Empörung stürzte Laura Ismet, die gerade ein Kind erwartet. Verletzt hat sie sich zum Glück nicht.

Laura Ismet hofft, dass Max noch gefunden wird. Foto: Ismet

Die Polizei wurde alarmiert, Anzeige erstattet. Aber auch wenn die Beamten Laura Ismet sagten, dass ihre gestohlenen Tiere wahrscheinlich in irgendeinem Haushalt als Weihnachtsbraten enden würden, gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Ziegenbock Max doch noch lebendig gefunden wird. "Schon seit Jahrzehnten gibt es hier Tiere auf dem Hof, noch nie ist so etwas passiert", sagt die Haustierhalterin. Ziegenbock Max sei zwar noch jung, "aber die Hühner sind alt. Also ich würde die nicht essen", sagt Laura Ismet. Bei ihr wäre sowieso kein Tier geschlachtet worden. Dafür seien sie alle zu zutraulich.

Wahrscheinlich wurden Max und die gestohlenen Hühner mit einem Fahrzeug abtransportiert. Davon geht Laura Ismet aus. Die Rückseite des Grundstücks kann nur über einen Feldweg erreicht werden. Weil der eigentlich für Kraftfahrzeuge verboten ist, hofft Laura Ismet, dass Spaziergängern etwas Verdächtiges aufgefallen ist und sie Hinweise geben können. Sie hat eine Suchmeldung auf Facebook veröffentlicht, die sehr schnell tausendfach geteilt wurde. Bisher gibt es aber noch keine heiße Spur.

Die junge Frau glaubt, dass die unbekannten Täter den Zeitpunkt des Diebstahls genau abgepasst haben. Normalerweise ist sie wegen ihrer Schwangerschaft zu Hause, ihr Onkel, der auch auf dem Grundstück lebt und in einem Büro arbeitet, auch. Und dann gibt es noch die beiden Hunde, die sich auf dem Grundstück aufhalten. Am Donnerstagmorgen war ausnahmsweise keiner da. "Am Vorabend hatte mein Mann noch nachgesehen. Da war alles in Ordnung." Familie Ismet will nach dem Tier-Diebstahl die Zäune erhöhen und blickdicht machen. Das sei zwar schade, weil Spaziergänger gerne zu den Tieren herüber guckten, aber Sicherheit gehe vor. Bergziege Heidi kann den Verlust ihres Partners übrigens nur schwer verkraften. "Die erste Nacht nach dem Diebstahl von Max habe ich bei ihr im Stall verbracht", berichtet Laura Ismet.

(gap)