Mönchengladbach: Winter verzögert Untersuchungen

Mönchengladbach : Winter verzögert Untersuchungen

Mülforter Zeug: Wegen des kalten Wetters können derzeit nur eingeschränkt Bodenproben entnommen werden. Ergebnisse werden Ende 2013 erwartet.

Die Schadstoffuntersuchungen auf dem Gelände der ehemaligen Mülforter Zeugdruckerei haben sich durch den Winter verzögert. Parallel zu den Abrissarbeiten, die Ende 2011 begannen, wurde ein Ausschreibungsverfahren eingeleitet. Denn schon vor der sukzessiven Entfernung der Industrieruine war klar, dass das Areal auf Altlasten untersucht werden muss. Das Land hat Fördermittel zugesagt. 192 000 Euro — etwa 80 Prozent der zu erwartenden Kosten — steuert Düsseldorf für die aufwendigen Bodenuntersuchungen bei. Über Probebohrungen und Grundwassermessstellen wird geprüft, ob Boden und Grundwasser verunreinigt sind.

Die Untersuchungen auf dem 4,5 Hektar großen Gelände führt ein Ingenieurbüro aus Wesseling durch. Seit Herbst vergangenen Jahres ist das Fachunternehmen dabei, das Grundstück abschnittsweise zu untersuchen. "Wegen des Winterwetters mussten die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden", sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. "Bestimmte Untersuchungen können nicht bei Minusgraden ausgeführt werden."

Die Fachleute entnehmen nicht nur Bodenproben, sondern auch Bodenluftproben — beispielsweise unter den noch vorhandenen Fundamenten. Außerdem wird das Grundwasser untersucht. Das soll flächendeckend über 160 Messstellen geschehen, die jetzt nach und nach eingerichtet werden müssen. Erste Daten erwartet der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung erst im Sommer. Diese müssen dann ausgewertet und beurteilt werden. "Das ganze Jahr über werden Wasserproben entnommen", sagt Wolfgang Speen, "da sich klimatische Schwankungen auf die Ergebnisse auswirken können."

Ein endgültiges Gutachten nach der Auswertung aller Untersuchungen wird für Ende des Jahres erwartet. Die Kosten für die aufwendigen Verfahren belaufen sich auf mehr als 220 000 Euro.

(RP)
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