„Überall gab es Aufbruchstimmung“ Wie der Hockeypark nach Gladbach kam

Hockey · Olympia-Fieber in NRW, Reisen nach Malaysia und Australien, aber auch Hürden bei der Finanzierung und der geplatzte Traum einer Veranstaltungshalle: die Entstehung des Hockeyparks war jahrelang in den Schlagzeilen. Seitdem hat das Stadion in Mönchengladbach überregional Bekanntheit erlangt.

Mit einem Vier-Nationen-Turnier wurde der Hockeypark mit Frühjahr 2006 eröffnet.

Mit einem Vier-Nationen-Turnier wurde der Hockeypark mit Frühjahr 2006 eröffnet.

Foto: Dieter Wiechmann/Wiechmann, Dieter (dwi)

Verrückte Zeiten seien das gewesen, erinnert sich Wolfgang Rombey. Anfang des Jahrtausends galt der Nordpark gerade als Baustelle voller Möglichkeiten, zudem war überall die Lust auf Sportgroßereignisse riesig: Deutschland hatte den Zuschlag für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bekommen, auch Mönchengladbach bemühte sich als Austragungsort. Und in NRW berauschte man sich an der Idee, die Olympischen Spiele 2012 nach Rhein und Ruhr zu holen. „Die Euphorie war groß, das war zu spüren“, sagt Rombey, damals Sportdezernent in Mönchengladbach. Für die Fußball-WM blitzte der Borussia-Park als Austragungsort bekanntlich ab, der Hockeypark schürte indes mehr Hoffnungen, vor allem für Olympia.